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Joseph Anton Schöpf

Kanonist – Schriftsteller – Seelsorger

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Andreas E. Graßmann

Die vorliegende Studie widmet sich dem Salzburger Diözesanpriester Dr. Joseph Anton Schöpf, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Salzburger Lehrkanzeln für Kirchengeschichte und Kirchenrecht maßgeblich prägte. Der Autor legt eine ausführliche Biografie sowie eine Darstellung seines wissenschaftlichen und allgemein-schriftstellerischen Wirkens vor. Schöpf präsentiert sich als vielschichtige Person: Er war rund 36 Jahre als akademischer Lehrer für Kirchengeschichte und Kirchenrecht tätig, wirkte aber darüber hinaus in zahlreichen unterschiedlichen Feldern im akademischen, sozialen, journalistischen, pastoralen sowie politischen Bereich.

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1.8 Kirchliche Ämter und politisches Engagement

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1.8 Kirchliche Ämter und politisches Engagement

Neben seinen Verpflichtungen an der Theologischen Fakultät in Salzburg war Schöpf zwischen 1849 und 1861 als Prosynodalexaminator und als Metropolitangerichtsrat tätig.404 Auf politischer Ebene wirkte Schöpf, gegen den Rat seines ←97 | 98→Umfelds,405 unter anderem 1861–62 als gewähltes Mitglied des Salzburger Gemeinderats, wobei er nach seiner Wahl in den Gemeinderat auf die beiden zuvor genannten kirchlichen Ämter verzichtete,406 um sein Mandat im Gemeinderat unabhängig ausüben zu können.407 Im Rahmen seines Mandats stellte er sich in einer Angelegenheit einmal gegen eine Entscheidung des Salzburger Konsistoriums und zog dadurch schwere Angriffe und Schmähungen auf sich. Es handelte sich um eine Frage der Verwaltung des Kirchenvermögens, zu der auch die Stadtgemeinde zu hören war, in der Schöpf und ein weiterer priesterlicher Amtskollege gegen die Intention des Konsistoriums votierten.408 Schöpf musste im Anschluss an die getätigte Positionsbekundung „den in den ultramontanen Blättern gegen ihn gerichteten, in Schmähungen ausartenden Angriffen mit zwei Flugschriften mannhaft entgegentreten.“409

Im Jahr 1876 fungierte Schöpf anlässlich der Wahl des neuen Salzburger Erzbischofs Franz Eder als Notarius Apostolicus,410 als welcher er „die vollzogene Wahl telegraphisch an Se. Majestät, den Kaiser, zu berichten hatte.“411←98 | 99→

1.9 Emeritierung und Ruhestand

Mit Ende des Jahres 1884 bat Schöpf als Professor für Kirchengeschichte und Kirchenrecht an der Theologischen Fakultät in Salzburg um...

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