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Joseph Anton Schöpf

Kanonist – Schriftsteller – Seelsorger

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Andreas E. Graßmann

Die vorliegende Studie widmet sich dem Salzburger Diözesanpriester Dr. Joseph Anton Schöpf, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Salzburger Lehrkanzeln für Kirchengeschichte und Kirchenrecht maßgeblich prägte. Der Autor legt eine ausführliche Biografie sowie eine Darstellung seines wissenschaftlichen und allgemein-schriftstellerischen Wirkens vor. Schöpf präsentiert sich als vielschichtige Person: Er war rund 36 Jahre als akademischer Lehrer für Kirchengeschichte und Kirchenrecht tätig, wirkte aber darüber hinaus in zahlreichen unterschiedlichen Feldern im akademischen, sozialen, journalistischen, pastoralen sowie politischen Bereich.

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3 Kanonistisch-theologische Veröffentlichungen

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3 Kanonistisch-theologische Veröffentlichungen

Im Vergleich zu seinen allgemein-schriftstellerischen Publikationen blieben Schöpfs Veröffentlichungen auf wissenschaftlichem Gebiet quantitativ weit zurück. In Summe veröffentlichte Schöpf drei selbstständige wissenschaftliche Werke, darunter sein vierbändiges Handbuch des Kirchenrechts. Ein viertes Manuskript blieb unveröffentlicht. Schöpfs wissenschaftliche Publikationstätigkeit setzte mit seinem Werk Theologisches Studium in Salzburg im Jahr 1852 ein. Die Arbeiten zu seinem wissenschaftlichen Hauptwerk, dem vierbändigen Handbuch des katholischen Kirchenrechts, begann Schöpf im Jahr 1854. Zwischen 1863 und 1866 wurde der erste Band des Handbuchs bereits in dritter Auflage, der zweite bis vierte Band in zweiter Auflage veröffentlicht.

Nach Abschluss der dritten Auflage des Handbuchs beschränkte sich Schöpfs Tätigkeit auf wissenschaftlichem Gebiet auf die akademische Lehre, da ihm sein damaliger Leibarzt infolge einer 1865 durchgestandenen Typhusinfektion den Verzicht auf jedwede anstrengende geistige Arbeit verordnet hatte.674

3.1 Theologisches Studium in Salzburg, Salzburg 1852; Und Theologisches Studium in Österreich, Salzburg 1857

Im universitären Sektor wurde Schöpf von Fürsterzbischof Maximilian von Tarnóczy mit der Aufgabe betraut, die bestehende – in ihren Grundzügen noch auf den ‚Josephiner‘ Abt Stephan Rautenstrauch OSB von Braunau675 zurückrei←143 | 144→chende – theologische Studienordnung zu reformieren.676 Seine Vorschläge für die Reform der theologischen Studienrichtung veröffentlichte Schöpf im Jahr 1852 in der 24 Seiten und einen Anhang umfassenden Schrift Theologisches Studium in Salzburg.677 Im Jahr 1857 gab Schöpf eine überarbeitete und...

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