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Joseph Anton Schöpf

Kanonist – Schriftsteller – Seelsorger

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Andreas E. Graßmann

Die vorliegende Studie widmet sich dem Salzburger Diözesanpriester Dr. Joseph Anton Schöpf, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Salzburger Lehrkanzeln für Kirchengeschichte und Kirchenrecht maßgeblich prägte. Der Autor legt eine ausführliche Biografie sowie eine Darstellung seines wissenschaftlichen und allgemein-schriftstellerischen Wirkens vor. Schöpf präsentiert sich als vielschichtige Person: Er war rund 36 Jahre als akademischer Lehrer für Kirchengeschichte und Kirchenrecht tätig, wirkte aber darüber hinaus in zahlreichen unterschiedlichen Feldern im akademischen, sozialen, journalistischen, pastoralen sowie politischen Bereich.

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3.4 Politik der katholischen Kirche in Idee und Wirklichkeit, (unveröffentlicht)

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3.4 Politik der katholischen Kirche in Idee und Wirklichkeit, (unveröffentlicht)

Im Jahr 1880 beantragte Joseph Schöpf Urlaub, um sich der Arbeit an einem Werk mit dem Titel Politik der katholischen Kirche in Idee und Wirklichkeit widmen zu können.1207 Das Manuskript seines 3-teiligen temperamentvollen Alterswerks←227 | 228→ wagte er schlussendlich nicht in den Druck zu geben, da er nicht zuletzt durch Ratschläge seines Umfelds zur Einsicht kam, es würde im Fall einer Publikation wie Zündstoff wirken.1208

Aufgrund von Schöpfs letztwilliger Verfügung, derzufolge seine gesamten Schriften verbrannt werden sollten,1209 ist das Manuskript des Werks nicht erhalten geblieben. Nikolaus Grass mutmaßt, Inhalte der in Arbeit befindlichen Publikation wären in Schöpfs zweistündige kirchenhistorische Vorlesung Kirchen- und Staatengeschichte von 1848 bis 1877 eingeflossen,1210 welche dieser für die Sommersemester der Jahre 1879, 1880 und 1881 angekündigt hatte.1211

Weiter vermutet Grass hinsichtlich des nicht veröffentlichen Manuskripts: „Bei Schöpfs kritischer Beurteilung mancher Vorkommnisse in der Kirchengeschichte und seiner Neigung, unverblümt die Wahrheit zu sagen, wäre dieses Buch jedenfalls für gebildete Leser eine höchst attraktive Lektüre geworden!“1212←228 | 229→

674 Vgl. Schöpf, Mittheilungen (1899), 34; Schöpf, Trias, 20 f.

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