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Joseph Anton Schöpf

Kanonist – Schriftsteller – Seelsorger

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Andreas E. Graßmann

Die vorliegende Studie widmet sich dem Salzburger Diözesanpriester Dr. Joseph Anton Schöpf, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Salzburger Lehrkanzeln für Kirchengeschichte und Kirchenrecht maßgeblich prägte. Der Autor legt eine ausführliche Biografie sowie eine Darstellung seines wissenschaftlichen und allgemein-schriftstellerischen Wirkens vor. Schöpf präsentiert sich als vielschichtige Person: Er war rund 36 Jahre als akademischer Lehrer für Kirchengeschichte und Kirchenrecht tätig, wirkte aber darüber hinaus in zahlreichen unterschiedlichen Feldern im akademischen, sozialen, journalistischen, pastoralen sowie politischen Bereich.

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4 Abschlussbemerkungen

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4 Abschlussbemerkungen

Mit der vorliegenden Studie wurde der Versuch unternommen, einerseits Joseph Anton Schöpfs Leben möglichst umfassend zu beleuchten sowie andererseits sein wissenschaftliches Werk zu untersuchen. Der Verfasser der vorliegenden Arbeit näherte sich Schöpf zunächst als dem ‚Professor‘, stellte aber im Verlauf der Recherchen zunehmend fest, dass dieser Zugang allein ein nicht nur einseitiges, sondern womöglich falsches Bild zum Ergebnis gehabt hätte. Vielmehr mussten in Bezug auf Joseph Anton Schöpf zahlreiche höchst unterschiedliche Facetten in den Blick genommen werden, welche in Summe ein äußerst vielfältiges Profil einer Person ergaben, welches sich neben der des ‚Professors‘ maßgeblich in den Rollen des ‚Seelsorgers‘, des ‚Philanthropen‘ sowie des ‚homo politicus‘ manifestierte.

Joseph Anton Schöpfs Kindheits- und Jugendjahre ließen seine spätere Laufbahn als Professor für Kirchengeschichte und Kirchenrecht nicht erahnen. Im Verlauf der Schul- und Studienzeit liebäugelte der Ötztaler Bauernsohn immer wieder damit, die Schulausbildung abzubrechen, um seinen Lebensunterhalt als Landwirt zu bestreiten. Als Wendepunkt ist am Ende der Schulzeit die schwere Typhusinfektion in Graz zu bezeichnen, welche der Auslöser für Schöpfs Entschluss war, sich dem Studium der Theologie zu widmen. Durch diese Grundentscheidung hatte Schöpf das Ziel der Priesterweihe vor Augen und studierte nach der Aufnahme in das Salzburger Priesterseminar mit Elan und Begeisterung an der Theologischen Fakultät seiner Wahlheimat Salzburg.

Der durch das Studium bedingte Kontakt zu Professor von Tarnóczy, dem späteren...

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