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Flucht, Migration und Integration Flight, Migration and Integration

Eine Anfrage an die christliche Theologie und Diakonie A Question for Christian Theology and Social Engagement

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Edited By Matthias Heesch, Russell Kleckley and Hans Schwarz

Das Buch legt theologische Deutungen der Thematik Flucht, Migration und Integration, ausgehend von verschiedenen kulturellen und sozialen Kontexten, vor. Viele der Beiträgerinnen und Beiträger sind an Orten tätig, in denen dieser Themenkomplex ähnlich bedeutend ist, wie in Westeuropa. Sie besprechen Flucht, Migration und Integration als Fragen an die christliche Theologie und Diakonie. Ihre individuellen Antworten und Sichtweisen bereichern die kritische Debatte über diese aktuellen Herausforderungen.

This book presents theological approaches to the subject flight, migration and integration from various cultural and social contexts. Many of the contributors are active in places where the issue of flight, migration and integration is similarly significant as it is in Western Europe. They discuss flight, migration and integration as questions for Christian theology and diaconia. Their individual responses and views illuminate and inform the critical discussion for the challenges facing today’s world.

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Zwischen Thesen, Befindlichkeit und Bekenntnis: Der Versuch eines Außenstehenden die Schweizerische Kirchenlandschaft zu verstehen

Zwischen Thesen, Befindlichkeit und Bekenntnis: Der Versuch eines Außenstehenden die Schweizerische Kirchenlandschaft zu verstehen

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←284 | 285→Thomas Kothmann

Abstract: Pluralization processes caused by migration, individualization and secularization have changed the religious landscape of Switzerland over the past decades. The social changes are also reflected in the „Theses for the Gospel“, which were published by the Swiss Evangelical Church Confederation on the occasion of the Reformation jubilee of 2017.

Dass ich ausgerechnet in diesem Jahr in Bern zu Gast sein kann, freut mich als lutherischen Theologen.1 Denn die ersten reformatorischen Regungen in Bern gehen offensichtlich ins Jahr 1518 zurück. Vor 500 Jahren trafen hier die ersten Luther-Drucke aus Basel ein. Zwinglis Einfluss, so Kurt Guggisberg, machte sich offensichtlich erst einige Jahre später (1522) bemerkbar.2

Aber die Anfänge der Reformation in Bern sind an diesem Nachmittag nicht unser Thema und die kennen Sie ohnehin viel besser als ich. Heute geht es vielmehr um die Frage, was aus dem Erbe der Reformation in der Gegenwart geworden ist: Zwischen neuen Thesen, diversen individuellen, kirchlichen und gesellschaftlichen Befindlichkeiten und dem Bedürfnis, angesichts der vielfach diagnostizierten Kirchenkrise ein orientierendes Bekenntnis zu formulieren. Als Außenstehender soll ich den Versuch unternehmen, die Schweizerische Kirchenlandschaft aus der Außenansicht zu verstehen und einige Beobachtungen zur Diskussion zu stellen. Und zwar auf der Grundlage zweier Texte: den „Thesen für das Evangelium“,3 die der Schweizerische Kirchenbund anlässlich des Reformationsjubiläums publiziert hat und zum anderen einem Bekenntnis, das eine Gruppe von Kolleginnen und Kollegen aus ihrem Kreis „im Angesicht der geistigen...

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