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Komparative Ästhetik(en)

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Edited By Ernest W.B. Hess-Lüttich, Meher Bhoot and Vibha Surana

Dieses Buch zu Komparatistischen Studien im Bezirk von Ästhetik, Text- und Kulturwissenschaften widmet sich im Rahmen der interkulturellen Germanistik den Beziehungen nicht nur zwischen Literaturen, sondern auch zwischen anderen Künsten (Malerei, Bildhauerei, Musik, Film, TV) oder zwischen Gattungen (Drama, Prosa, Lyrik, Oper, Tanz, TV-Formate, Blogs), zwischen ‚alten‘ und ‚neuen‘ Medien (Buch/Hörbuch, Literatur/Film, Roman/Drehbuch, Fantasy Genres/Computer Games). Der ästhetische Erkenntnisgewinn lässt sich aus komparatistischer Perspektive noch erweitern, wenn germanistische Ansätze in Afrika, Amerika, Asien, Australien zur Analyse künstlerischen Schaffens in Sprache, Literatur, Medien in Bezug gesetzt werden mit dem Ziel der Entwicklung einer Pluralität von Perspektiven auf Gegenstände ‚Komparativer Ästhetik(en)‘.

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Till Eulenspiegel im interkulturell-intermedialen Dialog. Eine Filmerzählung (Christa Wolf) und ein Theaterstück (Yoko Tawada) (Carola Hilmes)

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Carola Hilmes (Frankfurt/Main)

Till Eulenspiegel im interkulturell-intermedialen Dialog

Eine Filmerzählung (Christa Wolf) und ein Theaterstück (Yoko Tawada)

Christa and Gerhard Wolf use the popular figure of Till Eulenspiegel to criticize capitalism as well as socialism; that was one of the reasons why the film could not be produced as planned in the GDR in the 1970s. Yoko Tawada then adapts Eulenspiegel as a figure of communication, mediating between European and Japanese traditions; she choses theatre as a proper form for her intriguing interpretation, which is performed in 1998. Considering these two examples, we see how the change of the medium, from film to theatre, implies a change of function.

Christa und Gerhard Wolf benutzen die bekannte Figur des Till Eulenspiegel, um sowohl den Kapitalismus als auch den Sozialismus zu kritisieren; das ist einer der Gründe, warum der geplante Film in der DDR in den 1970er Jahren nicht in der gewünschten Form realisiert werden konnte. Yoko Tawada verwendet Eulenspiegel als Kommunikationsfigur, welche die europäische mit der japanischen Tradition vermittelt; sie wählt das Theater als Form ihrer Aktualisierung, die 1998 in Hannover aufgeführt wird. Diese Beispiele veranschaulichen, wie der Medienwechsel zu einer Funktionsänderung führt.

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts anonym publiziert, wird die Lebensgeschichte des Till Eulenspiegel zum Ausgangspunkt einer vielfältigen Rezeption in Literatur und Theater, bildender Kunst und Musik (cf. Sichtermann 1982). 2011 ehrt die Deutsche Post den derben Possenreißer...

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