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Was bedeutet es, Person zu sein?

Theodor Rütter

Person zu sein: Was bedeutet das für die Ethik der Zukunft und für unsere Moral heute im Umgang mit uns selbst und im mit einander?

Diese Frage wirft sich aus einem aktuellen Problem auf

− Aus der Digitalisierung aller Lebensbereiche und damit zunehmender Depersonalisierung;

− Aus modernen Technologien und damit verbundenen Ideologien, die immer tiefer in unseren Umgang mit einander und mit uns je selbst eindringen;

− Aus philosophischen Konzepten, die an Hirnforschung und Künstlicher Intelligenz orientiert das Personsein manchen menschlichen Wesen aberkennen und manchen Rechenmaschinen zuerkennen.

Das Buch entfaltet die Antwort auf die in seinem Titel aufgeworfene Frage historisch und systematisch: aus praktischer Vernunft, die sich an den Verstand wendet, das heißt, aus der raison du cœur.

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Einleitung

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Die hier vorgelegte Betrachtung gilt einer Frage, die uns je selbst im Umgang mit einander betrifft, nämlich was es bedeutet, Person zu sein. Diese existentielle Frage fordert zur Suche nach einer Antwort heraus, die nicht nur theoretisch bündig, sondern praktisch verbindlich ist. Die Suche, von Grund auf heuristisch, ist im Vorgehen hermeneutisch und in der Zielsetzung pragmatisch. Diesen drei Eigenschaften entsprechen die Hauptteile A und B und C der Betrachtung.

Teil A, die Ausgangsbetrachtung, gilt der Grundlegung im Sinne der Heuristik (nach dem altgriechischen Wort εὑρίσκειν, heurískein für entdecken): Aus einem untergründigen, anfangs noch sich selbst verdeckten Wissen hat sich die existentielle Frage herausgearbeitet, in der schon eine gewisse Intuition wirkt, was es bedeutet, Person zu sein. Aus dieser Intuition wird die existentielle Frage in eine Formel gebracht, die als Schlüssel zur Entdeckung, als Werkzeug zur nach und nach weiteren Aufdeckung dessen dienen soll, was es bedeutet, Person zu sein, und was es letztlich bedeutet, Person zu sein.

Teil B, eine Begriffsgeschichte, gilt der genannten Aufdeckung im Sinne der Hermeneutik (nach dem altgriechischen Wort ἑρμηνεύειν, hermēneúein für auslegen): Aus der zweitausend Jahre langen Geschichte abendländischer und dann weiterer, westlicher Philosophie werden Schriften vom Beginn der römischen Kaiserzeit bis heute übersetzt und ausgelegt, in denen der Wortgestalt, die als Lehnwort aus dem Lateinischen in unserer Sprache heute Person lautet, nach und nach reicherer und zuletzt wieder ärmerer Sinngehalt eingegeben worden ist. In diesem hermeneutischen Unternehmen wird...

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