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Was bedeutet es, Person zu sein?

Theodor Rütter

Person zu sein: Was bedeutet das für die Ethik der Zukunft und für unsere Moral heute im Umgang mit uns selbst und im mit einander?

Diese Frage wirft sich aus einem aktuellen Problem auf

− Aus der Digitalisierung aller Lebensbereiche und damit zunehmender Depersonalisierung;

− Aus modernen Technologien und damit verbundenen Ideologien, die immer tiefer in unseren Umgang mit einander und mit uns je selbst eindringen;

− Aus philosophischen Konzepten, die an Hirnforschung und Künstlicher Intelligenz orientiert das Personsein manchen menschlichen Wesen aberkennen und manchen Rechenmaschinen zuerkennen.

Das Buch entfaltet die Antwort auf die in seinem Titel aufgeworfene Frage historisch und systematisch: aus praktischer Vernunft, die sich an den Verstand wendet, das heißt, aus der raison du cœur.

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14 Alexander von Hales – Bonaventura – Johannes Duns Scotus: Die menschliche Person als sittliches und einsames Wesen

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14 Alexander von Hales – Bonaventura – Johannes Duns Scotus

Die menschliche Person als sittliches und einsames Wesen

Wie das vorige so gilt auch dieses Kapitel der persona in der Hochscholastik des dreizehnten Jahrhunderts. Nach Thomas von Aquin aus dem Orden der Dominikaner werden nun in diesem Kapitel drei maßgebende Denker aus dem Orden der Franziskaner zu Wort kommen: Alexander von Hales, Bonaventura und Johannes Duns Scotus.

Alexander ist beim derzeitigen Stand unserer Betrachtung der wichtigste der drei Autoren und nimmt hier den weitesten Raum ein. Seine Neufassung des Begriffs der persona wird aus dem Original zitiert und besonders hervorgehoben und dann weitgehend unabhängig von der Sekundärliteratur ausgelegt werden.

Bonaventura – in der einschlägigen Literatur oft als das Haupt der Schule bezeichnet, in welcher der Grund für die moderne Fassung des Begriffs der Person gelegt worden sei –nimmt hier nicht so viel Raum ein und wird nur sekundär zitiert und ausgelegt werden, weil sein Lehrer, nämlich Alexander von Hales, nach unserer Betrachtung den Grund zum modernen Begriff der Person gelegt hat.

Johannes Duns Scotus schließlich wird in unserer späteren Betrachtung als einer der frühen Autoren gewürdigt werden, die zu unserem Begriff der personalen Existenz hinführen. In diesem Kapitel genügt es, auch ihn auf möglichst knappem Raum sekundär zu zitieren und auszulegen. Die Betrachtung in diesem Kapitel besteht also im Wesentlichen aus drei Teilen abnehmenden Umfangs: (1) Alexander von...

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