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Was bedeutet es, Person zu sein?

Theodor Rütter

Person zu sein: Was bedeutet das für die Ethik der Zukunft und für unsere Moral heute im Umgang mit uns selbst und im mit einander?

Diese Frage wirft sich aus einem aktuellen Problem auf

− Aus der Digitalisierung aller Lebensbereiche und damit zunehmender Depersonalisierung;

− Aus modernen Technologien und damit verbundenen Ideologien, die immer tiefer in unseren Umgang mit einander und mit uns je selbst eindringen;

− Aus philosophischen Konzepten, die an Hirnforschung und Künstlicher Intelligenz orientiert das Personsein manchen menschlichen Wesen aberkennen und manchen Rechenmaschinen zuerkennen.

Das Buch entfaltet die Antwort auf die in seinem Titel aufgeworfene Frage historisch und systematisch: aus praktischer Vernunft, die sich an den Verstand wendet, das heißt, aus der raison du cœur.

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40 Parfit: Die Selbigkeit der Person durch die Zeit ist ethisch irrelevant

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40 Parfit

Die Selbigkeit der Person durch die Zeit ist ethisch irrelevant

Derek Parfit (gest. 2017) fand nach seinem Studium der Geschichtswissenschaft (in Oxford) bei einem Studienaufenthalt an der Columbia University und der Harvard University in den Jahren 1965/66 zur Philosophie und kam aufgrund eines wissenschaftlichen Preises 1966 ans All Souls College in Oxford, wurde dort 1974 Junior Fellow, 1981 Research Fellow und 1984 Senior Research Fellow und blieb – ohne jeglichen formellen akademischen Abschluss in Philosophie – bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2010 an diesem College in dieser Position, die ihn (außer gelegentlichen Gastprofessuren an mehreren Universitäten) von ausgedehnten Pflichten im Verwaltungs- und Lehrbereich und zur philosophischen Grundlagenforschung und ausführlichen Diskussion mit vielen Fachkolleg/inn/en freisetzte.

An Auftritten und Wirkungen in der Öffentlichkeit wenig interessiert, erregte Parfit jedoch durch seinen radikal neuen Ansatz zur Ethik und durch seine Kritik der ethischen Bedeutung des herkömmlichen Konzepts der diachronen Identität der Person schnell zunehmendes Aufsehen, in welchem sich Ablehnung und Zustimmung vielfältig mischen. Das begann mit Personal Identity, einem 1971 herausgebrachten Aufsatz, und setzte sich gesteigert mit den beiden ethischen Hauptwerken fort, nämlich dem Buch Reasons and Persons (1984) und dann den zwei Bänden unter dem Titel On What Matters (2011).

Parfit wurde 1986 in die British Academy und 1992 in die American Academy of Arts and Sciences aufgenommen. Er ist einer der einflussreichsten Ethiker aus dem angelsächsischen Raum. Dort ist der Diskurs der analytischen Philosophie...

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