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Language and Belonging

Local Categories and Practices in a Guatemalan Highland Community

Series:

Rita Vallentin

In this book, the author introduces belonging from a sociolinguistic perspective as a concept that is accomplished in interaction. Belonging can be expressed linguistically in social, spatial and temporal categories – indexing rootedness, groupness and cohesion. It can also be captured through shared linguistic practices within a group, e.g. collectively shared narrative practices. Using conversation analysis and an analysis of narrative as practice bolstered with ethnographic knowledge, the author shows how belonging is tied to locally contextualized use of deictics and to collectively shared narrations of the past in a Guatemalan community. The book examines the understudied phenomenon of belonging at the intersection of pragmatics and linguistic anthropology.

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Zusammenfassung

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Die Arbeit befasst sich empirisch und theoretisch mit dem Konzept der Zugehörigkeit und seiner Verankerung im Sprachgebrauch. Die theoretischen Überlegungen stützen sich auf sprachliche Daten aus einer guatemaltekischen ländlichen Gemeinschaft, in denen Zugehörigkeiten hergestellt und verhandelt werden. Zugehörigkeit wird hier zum einen als sprachlich hervorgebrachte räumliche, soziale und zeitliche Kategorien, mit denen die Sprecher*innen Selbst- und Fremdzuordnungen vornehmen definiert. Zum anderen wird Zugehörigkeit über die Ausübung bestimmter geteilter Praktiken gefasst, die für Gemeinschaften spezifisch sind. Durch die Teilhabe an gemeinsamen Praktiken und durch sprachliche Kategorisierungen können Sprecher*innen ausdrücken, wer dazugehört und wer nicht. Die Arbeit liefert damit einen Beitrag zu einer überindividuellen Analyse von Zugehörigkeiten im Kontext des Sprachgebrauchs indem sie auch kollektiv orientierte Zusammengehörigkeit in den Blick nimmt.

Die Analyse basiert auf einem sprachlichen Korpus, der 2009 und 2011 in viermonatiger ethnographischer Feldforschung in einer ländlichen comunidad in Guatemala gesammelt wurde. Der Gemeinschaft gelang Anfang der 2000er Jahre eine Transformation, von einer Kaffee- und Macadamiaplantage in Großgrundbesitz zu einem selbstverwalteten und demokratisch organisierten Agrarbetrieb mit dörflichen Strukturen. Das Korpus besteht aus zwei Datentypen: zum einen aus Narrativen über den Wandel in der Gemeinschaft, die für Besucher und in semi-strukturierten Interviews erzählt werden. Zum anderen umfasst das Korpus Interaktionen der Gemeinschaftsmitglieder unter sich und mit Besuchern von außerhalb. Diese sprachlichen Daten werden mittels der membership categorization analysis (MCA), einer ethnographisch informierten Konversationsanalyse und einer...

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