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"Kontaminierte Landschaften"

Mitteleuropa inmitten von Krieg und Totalitarismus. Eine exemplarische Bestandsaufnahme anhand von literarischen Texten

Edited By Alexander Höllwerth

Der Band befasst sich mit dem schweren Erbe von Krieg und Totalitarismus in Mitteleuropa. Er enthält die Texte von 21 Autorinnen und Autoren aus Tschechien, Polen, Ungarn, Österreich und Deutschland. Diese gehen in ihren Beiträgen der Frage nach, welche Rolle der Literatur bei der Aufarbeitung der Traumata der Vergangenheit zukommt. Besprochen werden die Werke zeitgenössischer Autoren wie Pollack, Weber, Bodor, Topol, Sabuschko u. a. sowie von Autoren, die aus unmittelbarer Zeitzeugenschaft heraus schreiben (Wojdowski, Buczkowski). Dabei soll auch aufgezeigt werden, welchen Beitrag die Literatur bei der Durchbrechung national beschränkter Erinnerungskulturen hin zu einer transkulturellen (mittel-)europäischen Erzählung leisten kann. Gerade heute ist dieses Thema wieder hochaktuell.

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Vorwort: „Kontaminierte Landschaften“ – Mitteleuropa inmitten von Krieg und Totalitarismus

Vorwort

„Kontaminierte Landschaften“ – Mitteleuropa inmitten von Krieg und Totalitarismus

Extract

Alexander Höllwerth, Ursula Knoll, Helena Ulbrechtová

„Verschiedenste ‚geistige Landkarten‘ bilden einen integralen Bestandteil unseres Denkens“

(Aleksej Miller)

An den Anfang dieses Vorwortes sei noch ein Dank ausgesprochen an die Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik, die diese Publikation aus den Mitteln der Strategie AV21 (zur Förderung von Forschungen im öffentlichen Interesse) finanziert hat. Erst diese großzügige finanzielle Unterstützung hat es dem Slawischen Institut in Prag ermöglicht, das hier vorliegende Projekt zu den „kontaminierten Landschaften“ Mitteleuropas zu realisieren. Da es sich hierbei um ein Projekt handelt, das literatur- und kulturwissenschaftliche Fragestellungen mit historischen und politischen Aspekten verbindet, ist es nur in fächer- und länderübergreifender Kooperation zu bewältigen: Daher vereint der Band Beiträge von Literatur- und Kulturwissenschaftlern, von Historikern, Slawisten und Germanisten, die aus Tschechien, Polen, Ungarn, Deutschland und Österreich stammen, wodurch jene breite mitteleuropäische Perspektive, die für die Auseinandersetzung mit dieser Thematik notwendig ist, bereits angedeutet ist.

Die Grazer Germanistin Alice Bolterauer stellt in ihren Anmerkungen zu Robert Musils unvollendetem Romanprojekt Der Mann ohne Eigenschaften Überlegungen an, was eine mitteleuropäische Landschaft sein könnte.1 Der Konjunktiv „sein könnte“ verweist im Sinne von Musils Möglichkeitssinn auf das Imaginative, Entwurf- und Projekthafte, ja Utopische der Mitteleuropaidee. Auf die Aporien, in die der Versuch einer exakten topographischen Bestimmung von Mitteleuropa führt, macht der polnische Literaturwissenschaftler Stefan H. Kaszyński in seinem Buch Österreich und Mitteleuropa aufmerksam. Im Fokus seiner...

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