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"Kontaminierte Landschaften"

Mitteleuropa inmitten von Krieg und Totalitarismus. Eine exemplarische Bestandsaufnahme anhand von literarischen Texten

Edited By Alexander Höllwerth

Der Band befasst sich mit dem schweren Erbe von Krieg und Totalitarismus in Mitteleuropa. Er enthält die Texte von 21 Autorinnen und Autoren aus Tschechien, Polen, Ungarn, Österreich und Deutschland. Diese gehen in ihren Beiträgen der Frage nach, welche Rolle der Literatur bei der Aufarbeitung der Traumata der Vergangenheit zukommt. Besprochen werden die Werke zeitgenössischer Autoren wie Pollack, Weber, Bodor, Topol, Sabuschko u. a. sowie von Autoren, die aus unmittelbarer Zeitzeugenschaft heraus schreiben (Wojdowski, Buczkowski). Dabei soll auch aufgezeigt werden, welchen Beitrag die Literatur bei der Durchbrechung national beschränkter Erinnerungskulturen hin zu einer transkulturellen (mittel-)europäischen Erzählung leisten kann. Gerade heute ist dieses Thema wieder hochaktuell.

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Berichte aus dem Mordor. Zur Reiseprosa von Ziemowit Szczerek

Berichte aus dem Mordor. Zur Reiseprosa

von Ziemowit Szczerek/The Messages from

„Mordor“. On a Travelogue by Ziemowit

Szczerek

Extract

Jerzy Kałążny

Abstract: The goal of this article is to show an original variant of Polish travel journalism, represented by Ziemowit Szczerek’s book Przyjdzie Mordor i nas zje, albo sekretna historia Słowian (Mordor will come and eat us, or the secret story of the Slavs, 2013). Szczerek, a journalist, essayist, and travel-writer, researches the particularities of Eastern and Central Europe and describes them in his essays, reportages, and fiction. In the Mordor… the author utilizes his experiences from several trips to Ukraine. His writing style is based on (caricatured) gonzo journalism by Hunter S. Thompson and on Jack Kerouac’s road trip style. The quasi-reportage by Szczerek is in reality a parody of the common ways of writing about the „wild East“ and a complete deconstruction of Polish attitudes and stereotypes toward Ukraine and Ukrainians.

Keywords: travel literaturetravel journalismimagined geographiesorientalismgonzo journalismZiemowit Szczerekpost-Soviet space

Die Wende von 1989 habe – so der Historiker und Kenner von Ost- und Mitteleuropa Karl Schlögel – einen neuen europäischen Erfahrungsraum mit neuen Koordinaten geöffnet, in dem es kein traditionell gemeintes Ost und West mehr gibt, sondern etwas dazwischen, was man das „mittlere Europa“ nennen kann.1 Durch diesen Raum führen, über nationalstaatliche Grenzen hinweg, neue Wege, „metropolitan corridors, Zonen der Hochgeschwindigkeit, von Hightech, Plastikgeld, Internet und einem way of life, der überall, wohin man kommt, identisch ist“.2 „Moskau ist westlicher als der Westen“ – meinte der deutsche Journalist, Schriftsteller und Wanderer Wolfgang Büscher nach der R...

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