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"Kontaminierte Landschaften"

Mitteleuropa inmitten von Krieg und Totalitarismus. Eine exemplarische Bestandsaufnahme anhand von literarischen Texten

Edited By Alexander Höllwerth

Der Band befasst sich mit dem schweren Erbe von Krieg und Totalitarismus in Mitteleuropa. Er enthält die Texte von 21 Autorinnen und Autoren aus Tschechien, Polen, Ungarn, Österreich und Deutschland. Diese gehen in ihren Beiträgen der Frage nach, welche Rolle der Literatur bei der Aufarbeitung der Traumata der Vergangenheit zukommt. Besprochen werden die Werke zeitgenössischer Autoren wie Pollack, Weber, Bodor, Topol, Sabuschko u. a. sowie von Autoren, die aus unmittelbarer Zeitzeugenschaft heraus schreiben (Wojdowski, Buczkowski). Dabei soll auch aufgezeigt werden, welchen Beitrag die Literatur bei der Durchbrechung national beschränkter Erinnerungskulturen hin zu einer transkulturellen (mittel-)europäischen Erzählung leisten kann. Gerade heute ist dieses Thema wieder hochaktuell.

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„Kontaminierte Erinnerungslandschaften“? „Ehrregime“ und Vergangenheitspolitik an der Universität Salzburg

„Kontaminierte Erinnerungslandschaften“?

„Ehrregime“ und Vergangenheitspolitik

an der Universität Salzburg/Contaminated

Landscapes of Memories? „Honor Regimes“

and Politics of the Past at the Salzburg

University

Extract

Alexander Pinwinkler

Abstract: In December 2015, the University of Salzburg suspended the honorary doctorates of the zoologist Konrad Lorenz (1903–1989) and the legal scholar Wolfgang Hefermehl (1906–2001). The present article takes the opportunity to analyze the politics of academic honoring at the University of Salzburg from the 1960s to the 1980s. It reflects upon both the production of academic „honor“ as a symbolic practice and the biographies of some of the honored academics, including their careers in the Third Reich. In so doing, the article examines the interrelations of academic honoring and of tabooing/suppressing the history of Austria’s Nazi past in the early decades of the Second Republic.

Keywords: Honor regimespolitics of the pastUniversity of SalzburgKonrad LorenzWolfgang Hefermehl

Gegenstand des vorliegenden Beitrags sind die Vergabepraktiken von akademischen Ehrungen, deren Analyse in den nachfolgenden Ausführungen gleichsam als eine historiographische „Untersuchungssonde“ für die Erforschung von „kontaminierten Erinnerungslandschaften“ im Österreich der Nachkriegsjahrzehnte fungieren soll. Es geht dabei speziell um das „Ehrregime“1 an der Paris-Lodron-Universität Salzburg, die nach ihrer 1810 unter bayerischer Herrschaft erfolgten Schließung im Jahr 1962 als staatliche Universität wieder errichtet wurde. Im Fokus stehen die „Erinnerungslandschaften“ der Gründergeneration der Salzburger Universität der 1960er und 1970er Jahre. Welche Bedeutung hatte die NS-Belastung mancher damals Geehrter für das akademische „Ehrregime“ an der Universität Salzburg?

Ehe ich im Folgenden hierauf näher eingehe, soll betont werden, dass „Ehrregime“ und das „Ehre-Machen“ auf die Bedeutung...

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