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Spielarten der Populärkultur

Kinder- und Jugendliteratur und -medien im Feld des Populären

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Edited By Ute Dettmar and Ingrid Tomkowiak

Populärkultur war und ist ein zentraler Teil der Jugendkultur, zunehmend auch der Kinderkultur. Zugleich partizipieren Kinder- und Jugendliteratur und -medien an der global, in multimedialen Bezugssystemen agierenden Populärkultur. Die Beiträge gehen den vielfältigen wechselseitigen Beziehungen zwischen beiden Bereichen in historischen und gegenwärtigen Entwicklungen nach. Sie untersuchen «Dimensionen und Dynamiken» der Popularisierung vom 19. Jahrhundert bis hin zu aktuellen Entwicklungen des seriellen, transmedialen Erzählens, zeichnen entlang populärer Figuren, wie dem Golem oder Heidi, Formen der «(Re)Präsentation» nach, verfolgen «Aushandlungen» im Feld des Populären, beleuchten «Schnittstellen und Interferenzen» und untersuchen charakteristische «ästhetische Strategien» in Bildmedien und Literatur.

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„It’s Shakespeare for the kids“: Benedict Cumberbatchs Hamlet an der Schnittstelle von Theaterkultur, Fandom und Medienhysterie

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Anika Ullmann

Abstract: The Hamlet production at the Barbican in 2015 with Benedict Cumberbatch as Hamlet can be regarded as a key event in the negotiations between conceptualizations of high culture and popular culture. This article analyses the discursive depictions of fans as wild and irrational in the reporting on the production and discusses the reasons for and effects of these stereotypes.

In der Postmoderne gilt die Differenz von Hoch- und Populärkultur gemeinhin als aufgehoben. Dennoch bestehen Debatten um kulturelle Produktionen, Räume und Praktiken fort, in denen Vorstellungen von Hochkulturellem und Populärkulturellem etabliert und herausgefordert werden. Der Mediendiskurs um die Hamlet-Inszenierung des Barbican mit Benedict Cumberbatch in der Hauptrolle bildet einen solchen Diskussionsgegenstand, treffen hier doch zwei Größen der Populär- wie Hochkultur aufeinander. Shakespeare, so konstatiert Paul Prescott in „Shakespeare and Popular Culture“, „has been canonized, placed at the pinnacle of Western high culture“ (S. 276) und „continues to shape popular culture.“ (Ebd.) Ein Sachverhalt, welcher für die heutige Zeit zu den Fragen führe: „[H]‌ow popular is the audience for Shakespeare? To whom does Shakespeare belong?“ (S. 277) Mit Benedict Cumberbatch als Hamlet steht ein Schauspieler im Zentrum der Inszenierung, der aufgrund seiner gefeierten Rolle in der BBC-Serie Sherlock eine große Fangemeinde hinter sich vereint; zum Zeitpunkt der Hamlet-Aufführungen hatte er mit der Figur des Khan in Star Trek: Into Darkness (2013) zudem bereits eine große Rolle im Mainstreamkino übernommen. Darüber hinaus war Cumberbatch...

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