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Spielarten der Populärkultur

Kinder- und Jugendliteratur und -medien im Feld des Populären

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Edited By Ute Dettmar and Ingrid Tomkowiak

Populärkultur war und ist ein zentraler Teil der Jugendkultur, zunehmend auch der Kinderkultur. Zugleich partizipieren Kinder- und Jugendliteratur und -medien an der global, in multimedialen Bezugssystemen agierenden Populärkultur. Die Beiträge gehen den vielfältigen wechselseitigen Beziehungen zwischen beiden Bereichen in historischen und gegenwärtigen Entwicklungen nach. Sie untersuchen «Dimensionen und Dynamiken» der Popularisierung vom 19. Jahrhundert bis hin zu aktuellen Entwicklungen des seriellen, transmedialen Erzählens, zeichnen entlang populärer Figuren, wie dem Golem oder Heidi, Formen der «(Re)Präsentation» nach, verfolgen «Aushandlungen» im Feld des Populären, beleuchten «Schnittstellen und Interferenzen» und untersuchen charakteristische «ästhetische Strategien» in Bildmedien und Literatur.

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Wunderland der Selbsterklärung: Zur Wechselwirkung von Jugendliteratur und Popkultur

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Heidi Lexe

Abstract: The relationship between literature and reality is shaped by tension – also and especially when literature negotiates juvenile realities. In this context, transmedia narration often serves to portray reality as being graspable only in fragments. Exemplary novels will show how literature constructs, reconstructs and deconstructs adolescent realities.

Mein Name ist Alice.

Dabei könnte ich es eigentlich belassen. Ich weiß ja, was ich damit meine. Ich bin ich, Alice Salmon. In die Höhe geschossen, durchschnittliches Aussehen, große Füße, Haare, die sich schon bei der Erwähnung kräuseln, ein bisschen ängstlich. Ich liebe Musik, ich bin eine echte Leseratte und gern in der freien Natur, falle aber in Ohnmacht, wenn ich eine Spinne sehe. (Richmond 2016, S. 9)

T.R. Richmonds Kriminalroman Wer war Alice entstammt dem Bereich der Allgemeinliteratur, setzt aber das Selbstzeugnis einer Jugendlichen an den Romananfang. Alice Salmon, jene titelgebende Figur, auf die hin die späteren Ereignisse des Romans fokussiert sind, nimmt als Schülerin an einem Schreibwettbewerb teil. Der fiktiv-fiktionale Artikel in der vom Arts Council herausgegebenen Zeitschrift Das Schlüsselwort (ebd.) stammt aus dem Jahr 2001 und dient jenen Ereignissen als Prolog, die elf Jahre später einsetzen: Alice Salmon wird tot aufgefunden; ertrunken in einem Fluss in Southampton, jenem Ort, in dem sie studiert hat und an den sie für eine Party mit Freundinnen aus der Studienzeit zurückgekommen ist.

Alice Salmons jugendliche Selbstdarstellung beruht – ihren angesprochenen Vorlieben...

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