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Spielarten der Populärkultur

Kinder- und Jugendliteratur und -medien im Feld des Populären

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Edited By Ute Dettmar and Ingrid Tomkowiak

Populärkultur war und ist ein zentraler Teil der Jugendkultur, zunehmend auch der Kinderkultur. Zugleich partizipieren Kinder- und Jugendliteratur und -medien an der global, in multimedialen Bezugssystemen agierenden Populärkultur. Die Beiträge gehen den vielfältigen wechselseitigen Beziehungen zwischen beiden Bereichen in historischen und gegenwärtigen Entwicklungen nach. Sie untersuchen «Dimensionen und Dynamiken» der Popularisierung vom 19. Jahrhundert bis hin zu aktuellen Entwicklungen des seriellen, transmedialen Erzählens, zeichnen entlang populärer Figuren, wie dem Golem oder Heidi, Formen der «(Re)Präsentation» nach, verfolgen «Aushandlungen» im Feld des Populären, beleuchten «Schnittstellen und Interferenzen» und untersuchen charakteristische «ästhetische Strategien» in Bildmedien und Literatur.

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Bibi Blocksberg: Hexen und Macht: Eine Analyse der Erzählformen aus Gender- und postkolonialer Perspektive

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Ina Schenker

Abstract: This article focuses on the interrelation between power, gender and postcolonial othering in the children’s stories of Bibi Blocksberg. Part of the German speaking popular culture since 1980, it has been published as audio drama, book and film as well as online. Bibi Blocksberg transports, as the article shows, values of feminism, but at the expense of racist oppression.

Laut der KIM-Studie von 2014 liegt die Hörspielserie Bibi Blocksberg auf Platz 2 der beliebtesten Tonträger bei den 6- bis 13-Jährigen und nimmt damit im Bereich der populärkulturellen Unterhaltung eine wichtige Stellung ein (KIM-Studie, S. 30). Trotzdem ist die bisherige Forschung als Desiderat zu bezeichnen (vgl. Emde u. a. 2016, S. 11). Neben Kerstin Wolffs Beitrag zu weiblichen Rollenvorstellungen in Bibi Blocksberg-Hörspielen im Kontext der so genannten geistig-moralischen Wende der beginnenden Ära Kohl (2016), Elisabeth Hollerwegers Arbeit zum Medienverbund (2013) und Gerd Strohmeiers Untersuchung zur Politik bei Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg (2005) gibt es wenige detaillierte Analysen. Dieser Beitrag greift nun zum einen die Frage nach Genderrepräsentationen und -konstruktionen auf, akzentuiert diese aber durch den Fokus auf das damit verbundene Hexenkonzept neu. Zum anderen wird, im Sinne eines intersektionalen Ansatzes, Gender nicht isoliert betrachtet, sondern in Bezug zu Race bzw. Ethnie aus postkolonialer Perspektive gesetzt. Dabei werden exemplarisch einzelne Hörspiele, Bücher und Filme aus den Anfängen des Medienverbundes bis zu seiner aktuellen Ausweitung inklusive des Internetauftrittes herangezogen. Es lässt sich sodann die...

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