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Spielarten der Populärkultur

Kinder- und Jugendliteratur und -medien im Feld des Populären

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Edited By Ute Dettmar and Ingrid Tomkowiak

Populärkultur war und ist ein zentraler Teil der Jugendkultur, zunehmend auch der Kinderkultur. Zugleich partizipieren Kinder- und Jugendliteratur und -medien an der global, in multimedialen Bezugssystemen agierenden Populärkultur. Die Beiträge gehen den vielfältigen wechselseitigen Beziehungen zwischen beiden Bereichen in historischen und gegenwärtigen Entwicklungen nach. Sie untersuchen «Dimensionen und Dynamiken» der Popularisierung vom 19. Jahrhundert bis hin zu aktuellen Entwicklungen des seriellen, transmedialen Erzählens, zeichnen entlang populärer Figuren, wie dem Golem oder Heidi, Formen der «(Re)Präsentation» nach, verfolgen «Aushandlungen» im Feld des Populären, beleuchten «Schnittstellen und Interferenzen» und untersuchen charakteristische «ästhetische Strategien» in Bildmedien und Literatur.

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Kommunikationsformen des Populären im zeitgenössischen Bilderbuch: Materialität und Multimodalität in Torben Kuhlmanns Lindbergh

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Carolin Führer und Alexander Wagner

Abstract: The following text intends to focus the cooperation of image and text of Torben Kuhlmanns Lindbergh (2014) as an approximate and exemplary determination of possible processes for the production, representation and discursivization of ‚historicity‘ and ‚knowledge‘ within the so called ‚popular‘. In that process multimodality and materiality will be created as options of representation.

Im April-Heft des einflussreichen Ullstein-Herrenmagazins UHU erscheint 1929 der Erstdruck von Bertolt Brechts Radiohörspiel Lindbergh (Abb. 1).



Abb. 1:Erstdruck des Radiohörspiels Lindbergh von Bertolt Brecht und Kurt Weill im UHU. © Frankfurt am Main: Fischer 2008

Auf insgesamt sieben Heftseiten wird dort, etwa zwei Jahre nach den tatsächlichen Ereignissen, aus verschiedenen Perspektiven die Geschichte der ersten Nonstop-Solo-Atlantiküberquerung in einem Flugzeug durch Charles Lindbergh von den Vorbereitungen bis zur triumphalen Ankunft erzählt. Der Text ←425 | 426→des Hörspiels, für das Kurt Weill die Musik komponierte, wird im UHU selbstverständlich ohne Ton, dafür aber auf fotografisch gestalteten Seitenhintergründen nicht nur zu lesen, sondern ausdrücklich auch zu sehen gegeben. Der locker auf die Seiten gesetzte versförmige Text lässt viel Raum, um mit monochromen Bildern hinterlegt zu werden. Die Perspektivierung der Abbildungen führt dabei von der Sicht auf das Flugzeug (von unten in den Himmel) zur Sicht aus dem fliegenden Flugzeug heraus (auf Wolken- und Meerlandschaften gen Horizont), also gleichzeitig von der Darstellung des Flugzeugs am Himmel zu Ansichten...

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