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«Linguistic Landscape» und Fremdsprachendidaktik

Perspektiven für die Sprach-, Kultur- und Literaturdidaktik

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Edited By Camilla Badstübner-Kizik and Věra Janíková

Die Texte des Buches sind im Kontext einer medien- und kulturaufmerksamen Fremd- und Zweitsprachendidaktik verankert und stellen Aspekte heraus, die in der Diskussion zum didaktischen Potenzial von Linguistic Landscapes noch wenig Beachtung fanden. Die thematische Breite reicht vom interkulturellen Lernen über historisches Lernen in Verbindung mit dem Konzept der Erinnerungsorte, Sprach-, Kultur- und Literaturdidaktik, Fremd- und Zweitspracherwerbsforschung bis zur Sprach(en)politik. Die Fülle an Anwendungsfällen und Reflexionen zeigt, in welche Richtungen sich das lebendige Forschungsfeld Linguistic Landscape aus der Perspektive der Fremdsprachendidaktik entwickeln könnte. Das Buch stellt einen wichtigen Beitrag zu einer Didaktik der Linguistic Landscape dar. (Ass. Prof. Dr. Silke Pasewalck, Universität Tartu)

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Linguistic Landscape und Fremdsprachendidaktik. Eine Einleitung

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Camilla Badstübner-Kizik und Věra Janíková

Immer auf der Suche nach didaktischen Innovationen ‚aus der Praxis für die Praxis‘, sind wir vor einiger Zeit im Internet auf ein originelles Format gestoßen, das die enge Verbindung zwischen Linguistic Landscape und Fremdsprachendidaktik als etwas völlig Natürliches und Selbstverständliches zeigt, so selbstverständlich, dass wir uns fast schon wunderten, warum wir nicht selbst darauf gekommen waren. Vielleicht hatten wir sogar ähnliche Ideen, haben sie aber nur für uns selbst praktiziert?

Ein Französischlehrer postiert sich, von einer Kamera begleitet, vor Film- und Theaterpostern, Informations- und Werbeplakaten und Hinweisschildern im Zentrum von Paris, um in die Kamera hinein zu erklären, was er interessant an ihnen findet: Mal ist es eine lexikalische Besonderheit, meist eine einzelne grammatische Form oder eine ganze Konstruktion. Er kommentiert, paraphrasiert, erklärt und übersetzt (ins Englische), sein Kollege im Studio veranschaulicht uns das Phänomen in graphischer Form und gibt weitere Beispiele. Jede dieser Mini-Lektionen dauert durchschnittlich 7–9 Minuten. Die einzelnen Lektionen folgen keiner (für uns) direkt ersichtlichen Progression und sind keinem bestimmten Niveau zugeordnet, wir können sie problemlos in unterschiedlicher Reihenfolge konsumieren und es ist auch keineswegs klar, ob wir das Gesehene und Gehörte nicht gleich wieder vergessen werden. Eher haben wir den Eindruck, hier wird an authentischen Texten etwas ‚bewiesen‘, was wir aus dem Lehrbuch schon kennen – Erscheinungsformen der fremden Sprache werden sozusagen ‚authentifiziert‘. Zudem haben wir den Eindruck, dass auch...

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