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Zwischen Tradition und Innovation: Der Einfluss des gesellschaftlichen Wandels auf die Anwendung der Scharia in Bosnien und Herzegowina im 20. Jahrhundert

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Esnaf Begić

Dieses Buch beschäftigt sich auf der hermeneutisch-interpretativen Ebene mit dem Verhältnis zwischen dem Text und dem Kontext. Die Grundlage dazu bilden die Debatten, die infolge der gesellschaftlichen Umbrüche in der bosnisch-herzegowinischen Gesellschaft im Laufe des 20. Jahrhunderts. zur Frage der Deutung und Anwendung der Scharia geführt wurden. Der Autor identifiziert und untersucht dabei alle wesentlichen Elemente und Charakteristika, Reichweiten und Einschränkungen der gesellschaftlichen, politischen, rechtlichen und theologischen Verortung der Scharia im gesamtgesellschaftlichen Kontext eines europäischen Landes. Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Diskussionen über die Integration der Muslime in die europäischen Gesellschaften ist diese Frage im hiesigen Kontext von großer Relevanz.

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Anmerkungen zu Transliteration, Übersetzungen und Literaturverweisen

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Anmerkungen zu Transliteration, Übersetzungen und Literaturverweisen

Die Transliteration der arabisch- oder türkischsprachigen Begriffe erfolgte in der vorliegenden Arbeit nach den Regeln der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft (DMG). Da sich viele aus dem Arabischen und Türkischen stammenden und auf die Thematik der Arbeit bezogene Begriffe in der bosnischen Sprache etabliert haben, wurden sie in dieser Arbeit überwiegend in Anlehnung an die Phonetik, Morphologie und Syntax der bosnischen Sprache verwendet. Bei der ersten Nennung dieser Begriffe wurde in Klammern ihre Transliteration aus der Ursprungssprache nach den Regeln der DMG zuerst im Singular und danach im Plural angeführt. Auf die Transliteration folgte ihre Übersetzung ins Deutsche.

Ein Problem bei der Transliteration stellten die arabischsprachigen Werke, die ins Bosnische übersetzt wurden, dar. Weder die Namen der arabischen Autoren noch die Titel der Publikationen werden dort nach einer einheitlichen Transliterationsregelung, selbst nicht bei akademischen Publikationen, wiedergegeben. Aus diesem Grund wurden die Autorennamen sowie die Publikationstitel bei der Verwendung in dieser Arbeit grundsätzlich so angegeben, wie sie in der bosnischsprachigen Übersetzung veröffentlicht worden sind. Soweit wie möglich wurde dennoch bei der ersten Nennung des Titels versucht, in den Fußnoten in Anlehnung an den Titel im Original auch die entsprechende DMG-Transliteration in eckigen Klammern einzuarbeiten.

Alle Übersetzungen der aus der bosnischen Sprache stammenden Begriffe, Zitate und Textteile wurden in der Regel vom Verfasser dieser Arbeit vorgenommen. Im Falle der Übernahme fremder Übersetzungen wurde dies in den Fußnoten deutlich gemacht.

Für die Übersetzungsarbeiten der arabischsprachigen beziehungsweise arabischstämmigen Begriffe in die deutsche Sprache wurde grundsätzlich – und ohne separate Verweise in den Fußnoten – das folgende Wörterbuch verwendet: Wehr, Hans: Arabisches Wörterbuch für die Schriftsprache der Gegenwart. Arabisch-Deutsch. Neu bearbeitet und erweitert von Lorenz Kropfitsch. 5. Auflage. Harrassowitz Verlag, Wiesbaden 2011. Zur Überprüfung der Übersetzungen wurde stellenweise auch das folgende Wörterbuch herangezogen: Schregle, Götz: Deutsch-Arabisches Wörterbuch. Unter Mitwirkung von Fahmi Abu l-Fadl, Mahmoud Hegazi, Tawfik Borg und Kamal Radwan. Lizenzausgabe der Librairie du Liban mit Erlaubnis des Verlages Otto Harrassowitz. Wiesbaden 1977. Schließlich wurde für die Übersetzungen aus dem Arabischen noch das folgende Wörterbuch stellenweise konsultiert: Muftić, Teufik: Arapsko-srpskohrvatski ←19 | 20→rječnik. Drugo izdanje. Starješinstvo Islamske zajednice u SR Bosni i Hercegovini, Hrvatskoj i Sloveniji. Sarajevo 1984. Dieses Wörterbuch zeichnet sich durch einen reichen Wortschatz der klassischen arabischen Sprache aus.

Da es sich beim Verfasser dieser Arbeit nicht um einen deutschen Muttersprachler handelt, wurde bei Bedarf auch das folgende deutsch-deutsche Wörterbuch herangezogen: Wahrig, Gerhard: Deutsches Wörterbuch. Neu herausgegeben von Dr. Renate Wahrig-Burfeind. Mit einem Lexikon der deutschen Sprachlehre, 6. Auflage, Bertelsmann Lexikon Verlag. Gütersloh 1997. Aus demselben Grund kam auch dieses Wörterbuch zur Verwendung: Šamšalović, Gustav: Njemačko-hrvatski rječnik. 13. Izdanje. Colorprint. Zagreb 1995.

Schließlich wurde in dieser Arbeit häufig ein Bezug auf mehrere Publikationen genommen, die mit der Zeit ihren Zweittitel teilweise mehrmals geändert haben. Beispielhaft hierfür ist Glasnik („Der Bote“), das offizielle Mitteilungsblatt der Islamischen Gemeinschaft in Bosnien und Herzegowina. Während das Wort Glasnik im Titel immer erhalten blieb, hat sich der zweite Teil des Titels seit seiner ersten Ausgabe im Jahr 1933 mehrmals und aus unterschiedlichen Gründen geändert. Um nicht jedes Mal darauf hinweisen oder den vollständigen zweiten – und häufig sehr langen – Teil des Titels in den Fußnoten anführen zu müssen, wurde bei den Literaturverweisen nur das Wort Glasnik verwendet. Auf die gleiche Weise wurde auch mit anderen Publikationen verfahren, deren Ersttitel wie im Falle von Glasnik eindeutig war und bei denen keine Verwechslungsgefahr bestand. Aus diesem Grund wurde der Titel der offiziellen Informationszeitung der Islamischen Gemeinschaft Preporod („Die Erneuerung“) grundsätzlich auch mit dem zweiten Teil des Titels angegeben, da die Möglichkeit der Verwechslung mit der gleichnamigen Kulturvereinigung der bosnisch-herzegowinischen Muslime besteht. Eine Ausnahme hiervon wurde nur dann gemacht, wenn sich die Eindeutigkeit aus dem Kontext ergibt.