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Sprache(n) für Europa. Mehrsprachigkeit als Chance / Language(s) for Europe. Multilingualism as a Chance

Auswahl an Beiträgen des 52. Linguistischen Kolloquiums in Erlangen (2017) / Selected Papers of the 52nd Linguistics Colloquium in Erlangen (2017)

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Edited By Jürg Strässler

Dieses Buch präsentiert eine Auswahl an Beiträgen des 52. Linguistischen Kolloquiums 2017 in Erlangen. Unter dem Konferenzthema «Sprache(n) für Europa – Mehrsprachigkeit als Chance» behandeln die 25 Beiträge in deutscher und englischer Sprache vor allem Erst- und Zweitspracherwerb, sprachdidaktische Aspekte sowie Mehrsprachigkeit in interkultureller Kommunikation. Darüber hinaus werden neben Experimenteller Linguistik, Corpus Linguistik und Medienlinguistik auch sprachhistorische, sprachpolitische und pragmatische Aspekte beleuchtet.

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Die Diminuierung der Nomina propria in deutsch- und spanischsprachigen Periodika (Edgar Skvorcov)

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Edgar Skvorcov

Die Diminuierung der Nomina propria in deutsch- und spanischsprachigen Periodika

1 Zur Diminuierung der Nomina propria

Im Falle der Eigennamen lässt sich Folgendes über die Funktion ihrer Diminutive behaupten: „Die Diminutiv-Derivate von Propria haben allgemein die Signalwirkung des Kosens, des besonderen emotionalen Affektes, also eine hypokoristische Funktion inne.“ (Kalverkämper 1978, 286)

Der Gebrauch von Propria-Diminutiven wird je nach Sprache durch verschiedene Faktoren determiniert. Im Weißrussischen variiert die Suffixwahl mit dem Alter der Person, d. h. mit der Frage, ob es sich um ein Kind, einen Jugendlichen, Erwachsenen oder älteren Erwachsenen handelt (vgl. Burlak 2008). Im Russischen beeinflusst in erster Linie der Bekanntschaftsgrad die Formwahl. Zu berücksichtigen sind auch die sozialen Aspekte: „der Charakter des aktuellen sozialen Systems, die aktuelle Situation sowie die Statuskonstellation“ (Schiller 2007, 389). Diastratische Variationen weist die Diminuierung der Eigennamen im Rumänischen auf (vgl. Seidel-Slotty 1947, 43). Auch im Deutschen besteht eine Relation zwischen der Gebrauchsfrequenz und dem sozialen Kontext: Für den Sprecher aus der Mittel- und Unterschicht stellte man einen Hang zu Kurz- und Koseformen fest (vgl. Hesterkamp 1965, 39). Für das Vorkommen der Kosenamen im Deutschen ist der situative Rahmen, der Charakter der Gesprächssituation von besonderer Bedeutung:

Auffällig ist, dass die Verwendung von Kosenamen abnimmt, je öffentlicher die Kommunikationssituation ist. Auch der Grad der Intimität des Kosenamen spielt hierbei eine Rolle.1 […] Selbst im engeren Familienkreis nimmt die Verwendung der Kosenamen dramatisch ab. Interessanterweise...

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