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Sprache(n) für Europa. Mehrsprachigkeit als Chance / Language(s) for Europe. Multilingualism as a Chance

Auswahl an Beiträgen des 52. Linguistischen Kolloquiums in Erlangen (2017) / Selected Papers of the 52nd Linguistics Colloquium in Erlangen (2017)

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Edited By Jürg Strässler

Dieses Buch präsentiert eine Auswahl an Beiträgen des 52. Linguistischen Kolloquiums 2017 in Erlangen. Unter dem Konferenzthema «Sprache(n) für Europa – Mehrsprachigkeit als Chance» behandeln die 25 Beiträge in deutscher und englischer Sprache vor allem Erst- und Zweitspracherwerb, sprachdidaktische Aspekte sowie Mehrsprachigkeit in interkultureller Kommunikation. Darüber hinaus werden neben Experimenteller Linguistik, Corpus Linguistik und Medienlinguistik auch sprachhistorische, sprachpolitische und pragmatische Aspekte beleuchtet.

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Plädoyer für die Kritische Diskursanalyse (Manfred Uesseler)

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Manfred Uesseler

Plädoyer für die Kritische Diskursanalyse

1 Einleitende Bemerkungen

Immer noch dieses Problem: Warum Kritische Diskursanalyse (KDA) und nicht einfach Diskursanalyse (DA)? Ich beschäftige mich seit vielen Jahren in Vorträgen und Publikationen mit Diskurstheorien und Diskursanalysen. Sieben Veröffentlichungen möchte ich besonders hervorheben: Uesseler 2002, 2010, 2011, 2014a, 2014b, 2014c und 2014d. In meinem heutigen Beitrag folgt ein weiterer Versuch zur Verständigung über Diskurstheorien und Diskursanalysen.

Meine Ausgangsprämisse: Wissenschaft sollte Wahrheit und Wissen produzieren und damit helfen, die Wirklichkeit besser zu verstehen. Wenn wir diesen hohen Anspruch anstreben und auch realisieren wollen, ist kritisches Herangehen gegenüber demjenigen, was wir vorfinden, mit dem wir uns beschäftigen, eingeschlossen. Wenn wir ehrlich sind, dann gibt es in der Wissenschaft und im Alltag nicht nur Tendenzen und damit auch Gefahren, herrschende Verhältnisse und beherrschendes Wissen unkritisch zu sehen und auch entsprechend zu behandeln bzw. auszulegen. Das bedeutet, dass wir Methoden finden müssen, die Gefahren einer Nachlässigkeit und Oberflächlichkeit zum einen aber auch einer Einseitigkeit oder Hypostasierung ausschließen können und für Wahrheit und Wissen entsprechende Wege bereiten.

Ein kritisches Herangehen dürfte darum in der Wissenschaft und sicher eigentlich aus der Notwendigkeit unserer eigenen Erfahrungen – sicherlich ebenso in Alltagssituationen – erforderlich sein. Fragen wir darum zunächst: Was bedeutet es und was schließt es ein, „kritisch“ zu sein? Fragen wir dann weiter, warum sollte eine Diskursanalyse „kritisch“ sein...

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