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Erster Weltkrieg im östlichen Europa und die russischen Revolutionen 1917

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Edited By Alexander Trunk and Nazar Panych

Der Band enthält Beiträge aus zwei inhaltlich verknüpften interdisziplinären Ringvorlesungen des Zentrums für Osteuropa-Studien der Universität Kiel, die verschiedene Aspekte des Ersten Weltkrieges unter besonderer Berücksichtigung des östlichen Europa beleuchten und in diesem Zusammenhang einen besonderen Fokus auf die aus dem Weltkrieg hervorgegangenen russischen Revolutionen des Jahres 1917 legen. Der Band kann auch als historische Hintergrundlektüre zum besseren Verständnis heutiger Spannungslagen in der Region – Beziehungen EU-Russland, Ukraine, Georgien u.a. – gelesen werden. Politische, juristische, historische, wirtschaftliche und kulturwissenschaftliche Gesichtspunkte müssen im Zusammenhang betrachtet werden, um Konflikte zu lösen.

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Die polnische Minderheit in den USA und die Polenfrage zu Beginn des Ersten Weltkriegs im Spiegel der Emigrantenzeitschrift Free Poland

Die polnische Minderheit in den USA und die

Polenfrage zu Beginn des Ersten Weltkriegs im

Spiegel der Emigrantenzeitschrift Free Poland

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Paul Srodecki

Abstract: Die polnische Frage stieg bereits kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Sommer 1914 zu einem der Hauptanliegen der kriegsführenden Mächte wie auch der polnischen Unabhängigkeitsbewegung auf. Im Mittelpunkt des Beitrags steht das in Chicago von polnischen Emigranten ins Leben gerufene Exilblatt Free Poland, das von der ersten Ausgabe an (September 1914) die Wiederherstellung eines souveränen polnischen Staates propagierte.

Keywords: Erster Weltkrieg, Polen, Bolschewiki, Polenfrage, Diaspora, Exilblatt, Freiheitskampf, Russland, Krieg, Alliierten, Unabhängigkeit, USA

Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Sommer 1914 kam ein Stein ins Rollen, der a posteriori betrachtet die politische Karte weiter Teile Europas neu gestalten sollte. Der Zusammenbruch des Russländischen Kaiserreichs im Herbst 1917 mit seinen anschließenden Revolutionswirren, aus denen schließlich die Bolschewiki als Sieger hervorgehen sollten, die Kapitulation der Mittelmächte im November 1918 und die darauffolgende Friedenskonferenz von Paris, an deren Ende der Friedensvertag von Versailles von 1919 stehen sollte, hatten die Entstehung zahlreicher neuer Staaten im östlichen Mitteleuropa, im Baltikum und in Südosteuropa zur Folge. Der größte und seiner regionalpolitischen Bedeutung nach wichtigste dieser Staaten war zweifelsohne Polen, das nach 123 Jahren wieder seine Unabhängigkeit erringen konnte. Die Causa Polen war allerdings bereits kurz nach Kriegsausbruch 1914 zu einer der wichtigsten Fragen des Krieges aufgestiegen. Sowohl die Entente als auch die Mittelmächte zeichneten hierbei von Anfang an verschiedene Entwürfe einer Nachkriegsordnung, in der ein restituierter polnischer Staat – ob souverän oder...

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