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Die Weiblichkeitsbilder in der deutschsprachigen Erzählliteratur von Autorinnen iranischer Herkunft

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Somaiyeh Mohammadi

Diese Arbeit thematisiert zeitgenössische Romane von Autorinnen iranischer Herkunft, darunter Shirin Kumm, Fahimeh Farsaie und Sudabeh Mohafez. Mit Blick auf die Geschichte der iranischen Frauenbewegung und der darin erzählerisch vermittelten Weiblichkeitsbilder fragt sie, inwieweit in diesen Romanen die Darstellung des Iran und der muslimischen Frau westliche Stereotype bedient und inwieweit dies Produkt bewusster Entscheidung und ästhetischer Gestaltung ist. Schritt für Schritt vollzieht die Arbeit kritisch nach, dass und mit welchen literarischen Mitteln die heterogenen Werke dieser Autorinnen politische Maßstäbe des Gastlands antizipieren und so letztlich als literarische Fiktion der öffentlichen Beglaubigung politischer Vor-Urteile dient.

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7 Shirin Kumm: „Royadesara“ (2003)

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Shirin Kumm, geborene Ghorashi, wurde im Jahr 1945 in Teheran geboren.548 Ihre Studienjahre verbrachte sie in Teheran, Oxford und Frankfurt am Main. Sie studierte die Fächer VWL, Anglistik, Amerikanistik, Psychologie und Psychoanalyse. Sie lebt seit 1971 in Deutschland und seit den 1980er Jahren in Frankfurt am Main.

Kumms erstes herausgegebenes Buch ist eine Anthologie von Texten von sieben Frauen aus sieben unterschiedlichen Ländern, die ihr Leben und ihre Erfahrungen mit der deutschen Kultur und Sprache im Rahmen eines Pilotprojekts des Vereins „Berufsbildung für Frauen in der Migration in Frankfurt am Main“ im Jahr 1997 verfassten. Shirin Kumm arbeitete als Dozentin des Literaturprojekts mit den sieben Frauen aus Finnland, dem Iran, Kanada, Mazedonien, Tschechien, der Türkei und Ungarn und bewegte sie zum kreativen Schreiben. Unter dem Titel „Bunt und bündig – Eine ungewöhnliche Anthologie von sieben Frauen aus sieben Ländern“549 gibt Shirin Kumm das Ergebnis des Literaturkurses 1999 heraus. Ihre Erfahrungen mit Literaturkursen für Migrantinnen im Frankfurter Verein BERAMI führten dazu, dass sie im Jahr 2001 den „Literaturclub der Frauen aus aller Welt“ gründete. Der Club beschäftigt sich mit schreibtalentierten Frauen aus aller Welt, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, die aber ihre literarischen Texte auf Deutsch verfassen. Die zweite, 2005 herausgegebene Anthologie „Von fernen Gefühlen und Orten. Neun Autorinnen erzählen“550 ist wiederum eine Sammlung von Texten von Frauen, die Deutsch zu ihrer Schreibsprache gemacht haben. Shirin Kumm arbeitet nebenbei als Autorin und Übersetzerin. Ihre Übersetzung...

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