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Die Weiblichkeitsbilder in der deutschsprachigen Erzählliteratur von Autorinnen iranischer Herkunft

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Somaiyeh Mohammadi

Diese Arbeit thematisiert zeitgenössische Romane von Autorinnen iranischer Herkunft, darunter Shirin Kumm, Fahimeh Farsaie und Sudabeh Mohafez. Mit Blick auf die Geschichte der iranischen Frauenbewegung und der darin erzählerisch vermittelten Weiblichkeitsbilder fragt sie, inwieweit in diesen Romanen die Darstellung des Iran und der muslimischen Frau westliche Stereotype bedient und inwieweit dies Produkt bewusster Entscheidung und ästhetischer Gestaltung ist. Schritt für Schritt vollzieht die Arbeit kritisch nach, dass und mit welchen literarischen Mitteln die heterogenen Werke dieser Autorinnen politische Maßstäbe des Gastlands antizipieren und so letztlich als literarische Fiktion der öffentlichen Beglaubigung politischer Vor-Urteile dient.

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10 Jeannine Samadzadeh (Shani Katayun): „Augen in Teheran. Drei Schwestern zwischen Iran und Deutschland“ (2008)

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Shani Katayun ist das Pseudonym der Autorin Jeannine Samadzadeh. Sie wurde im Iran geboren und ist dort aufgewachsen. Sie begann 1978 in Teheran persische Literatur zu studieren, später studierte sie in Hamburg Orientalistik. Viele Jahre war sie mit einem deutschen Journalisten verheiratet. Sie hat zwei Kinder, lebt und arbeitet als freie Autorin in Hamburg. „Augen in Teheran. Drei Schwestern zwischen Iran und Deutschland“ ist ihr erster und bisher einziger Roman, der im Jahr 2008 erschienen ist.

Samadzadeh710 selbst hat zur Lesehaltung ihres Romans Folgendes geäußert:

„Das Leben der Frauen im Iran hat mich inspiriert, das Schicksal von drei Schwestern niederzuschreiben. Alle beteiligten Figuren und Ereignisse sind frei erfunden, Ähnlichkeiten mit lebenden Personen waren nicht beabsichtigt und wären rein zufälliger Natur. Ich wollte niemanden anklagen, sondern die Geschichte iranischer Frauen vor dem Hintergrund der politischen Veränderungen erzählen. Denn den Frauen und ihrer Freiheit gehört mein Herz.

Meine Schilderungen der Verhältnisse zur Zeit der Revolution wurden durch Recherche untermauert, ersetzen jedoch kein Fachbuch.“711

Samadzadeh weist ihren Text „Augen in Teheran“ als „Roman“ aus, beschränkt jedoch die Handlung nicht auf rein fiktionale Geschehnisse. Die Geschichte der „drei Schwestern“ ist inspiriert von ihren persönlichen Erlebnissen. Samadzadeh nimmt damit allerdings in Anspruch, „die Geschichte iranischer Frauen“ im Allgemeinen zu erzählen. Auch wenn die Einzelheiten der Geschichte frei erfunden und Ähnlichkeiten sogar nicht gewollt sind, vermittelt die Erzählung eine objektive Aussage über die iranische...

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