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Die Weiblichkeitsbilder in der deutschsprachigen Erzählliteratur von Autorinnen iranischer Herkunft

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Somaiyeh Mohammadi

Diese Arbeit thematisiert zeitgenössische Romane von Autorinnen iranischer Herkunft, darunter Shirin Kumm, Fahimeh Farsaie und Sudabeh Mohafez. Mit Blick auf die Geschichte der iranischen Frauenbewegung und der darin erzählerisch vermittelten Weiblichkeitsbilder fragt sie, inwieweit in diesen Romanen die Darstellung des Iran und der muslimischen Frau westliche Stereotype bedient und inwieweit dies Produkt bewusster Entscheidung und ästhetischer Gestaltung ist. Schritt für Schritt vollzieht die Arbeit kritisch nach, dass und mit welchen literarischen Mitteln die heterogenen Werke dieser Autorinnen politische Maßstäbe des Gastlands antizipieren und so letztlich als literarische Fiktion der öffentlichen Beglaubigung politischer Vor-Urteile dient.

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11 Noshin Shahrokhi: „Unerfüllte Träume einer Iranerin“ (2008)

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Noshin Shahrokhi wurde 1964 in Teheran geboren. Sie lebt seit 1986 in Deutschland, wo sie Germanistik und Religionswissenschaft studiert hat. Sie schreibt Kurzgeschichten, Satiren und Rezensionen in persischer und deutscher Sprache, die sie auf ihrer privaten Webseite veröffentlicht.747 Momentan arbeitet Shahrokhi als Lehrerin für Integrationskurse in Hannover. „Unerfüllte Träume einer Iranerin“ ist ihr erster in deutscher Sprache geschriebener Roman, der im Jahr 2008 erschien. Es ist die deutsche Fassung von dem zuerst auf persisch, aber in Deutschland geschriebenen und erschienenen Roman „Tākhāyi ʿĀšiq“.748 Ihr neues Buch „Zwischen Iran und Deutschland: Die wandernde Ranke“ erschien im Jahr 2016 beim edition fischer Verlag.

„Unerfüllte Träume einer Iranerin“ verwebt die Geschichten von zwei iranischen Frauen, die sich über den Zeitraum der Pahlawi-Dynastie und der Islamischen Revolution bis in die Gegenwart erstrecken. Es handelt sich dabei um Parastu und ihre Tochter Nilufar. Erinnert und erzählt wird ihre Geschichte von Parastus Schwägerin, deren Mann Farhad Parastus Bruder ist.

Die erzählte Geschichte beginnt mit dem Tod von Parastus und Farhads Mutter. Der Vater Babarahman hatte die Familie schon zuvor für die junge Sonbol verlassen, die das gleiche Alter wie seine eigene Tochter hat, und sich mit ihr in dem kleinen Herkunftsort Shahrband niedergelassen. Nach dem Tod der Mutter ist Parastu gezwungen, zu ihrem Vater und der neuen Stiefmutter zu ziehen. Parastu ist wie ihr Bruder Fahrad Vertreterin eines fortschrittlichen, aufgeklärten Iran und sieht sich nun mit einem Traditionalismus...

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