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Aux frontières de l'autre

Kulturdidaktische und kulturwissenschaftliche Studien zu medialen Stereotypen

Edited By Kathleen Plötner and Marc Blancher

Images d‘Épinal, Klischees, Stereotype etc.: Die Bezeichnungen können auf ein einziges Konzept oder aber auf mehrere Konzepte referieren. Der vorliegende Sammelband bietet kulturdidaktische sowie literatur-, sprach- und kulturwissenschaftliche Blickwinkel auf ein hochaktuelles Thema unserer Zeit; und zwar die Darstellung des Anderen. Er widmet sich sowohl der(n) Definitionsfrage(n) als auch didaktischen Fragestellungen, die rund um den bewussten und unbewussten Einsatz von Stereotypen im Französischunterricht entstehen. Der Sammelband umfasst Beiträge, die das Stereotyp und dessen Gebrauch im Chanson, im filmischen Bereich, in Pressetexten und in der politischen Karikatur untersuchen.

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„Jungenkrise“ und „Jungenförderung“ im Französischunterricht – Stereotype der Französischdidaktik?

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Abstract: Based on the stereotypical characterization of French as a feminine language, many German publications have come to decry a “boy crisis” when addressing the teaching of French as a foreign language (FLE). In these paper I attempt the deconstruction of the notion of “boy crisis” in FLE drawing on research in gender studies through which the construction of two distinct genders in educational courses may be questioned. This perspective aims at preventing the homogenization of boys as “the others” and the reproduction of gender stereotypes in FLE.

Denn die Frage ist nicht, ob es Geschlecht gibt. Natürlich gibt es Geschlecht. Die Frage ist vielmehr, wie existiert es: als wesensmäßige, überhistorische und/oder transkulturelle Erfahrung oder als Effekt der Formierung und Verschränkung verschiedener Wissensbereiche. (Hark 2001, 359–360, Hervorh. im Original)

1 Einleitung

Wiederholt ist von einer „Jungenkrise“ in Bildung und Erziehung allgemein (Fegter 2012), spezifisch aber insbesondere im Französischunterricht die Rede (Bonin 2009). In der Diskussion dieser Krise wird Jungen eine stereotypisierende und ablehnende Sichtweise auf Französisch als effeminiert und nutzlos zugeschrieben, die zu Demotivation und Abwahl führt. „Es ist die Krise in der vielfach beschworenen Krise des Französischunterrichts: Jungen wählen seltener Französisch und sind in den Lerngruppen in der Minderzahl. Ihre Leistungen sind gegenüber denen der Mädchen schwächer“ (Bonin 2009, 15; cf. auch Blume 2015). Im Folgenden ist daher von einer „Jungenkrise“ in der Französischdidaktik die Rede, auch...

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