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Forschungsnahes Lehren und Lernen in der Lehrer*innenbildung

Forschungsmethodische Zugänge und Modelle zur Umsetzung

Edited By Mandy Schiefner-Rohs, Gianpiero Favella and Anna-Christin Herrmann

Das Thema des forschungsnahen Lehrens und Lernens ist vor allem durch bildungspolitische Notwendigkeiten der letzten Jahre stärker in den Blick der Hochschulpraxis geraten. Die Lehrer*innenbildung kann diesbezüglich jedoch auf eine lange Tradition zurückschauen. Dieser Herausgeberband möchte die Themenbereiche schulpädagogische Forschungsperspektive und hochschuldidaktische Umsetzungsformen verbinden und richtet sich an Lehrende und Forschende in der Lehrer*innenbildung. Die Publikation unternimmt den Versuch, ebenso Forschungszugänge wie auch hochschuldidaktische Konstruktionen des forschenden Lernens vorzustellen und problemorientiert einzuordnen. Außerdem werden konzeptionelle Entwicklungslinien und fachdidaktische Zugänge abgesteckt. Dabei kommen nationale wie auch internationale Stimmen zu Wort.

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Einleitung

Einleitung

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Forschungsnahes Lehren und Lernen ist durch die Debatten um die Reform der Lehrer*innenbildung und durch bundesweite bildungspolitische Förderprogramme wie dem Qualitätspakt Lehre oder der Qualitätsoffensive Lehrerbildung sowie mit den damit entstandenen Projekten an den Hochschulen in den letzten Jahren immer stärker in den Blick geraten. Die Lehrer*innenbildung kann diesbezüglich jedoch auf eine längere Tradition zurückschauen, insbesondere genau dann, wenn mittels Forschungsorientierung der Versuch unternommen wird, die Theorie-Praxis-Verzahnung zu bearbeiten. Die bestehenden Umsetzungsvarianten lassen sich dabei hinsichtlich dieser Verzahnung in drei Formen unterscheiden, „wie Konzepte des Forschenden Lernens das Verhältnis von Wissenschaft und Praxis konzipieren“ (Hofer, 2013, S. 314; vgl. auch ebd., S. 314ff.): Es gibt Formen, die eine Strukturanalogie zwischen wissenschaftlicher Reflexion und der Reflexion des schulischen und unterrichtlichen Handelns betonen (z. B. Fichten, 2010). Formen, die wissenschaftliches Wissen und schulisches sowie unterrichtliches Wissen in ihrer Eigenlogik und ihrer Differenz anerkennen (z. B. Helsper, 2001) oder Relationierungsformen, in denen wissenschaftliche und praktische Wissensformen miteinander mittels „wissenschaftliche Praxiskonzeptionen“ (ebd., S. 316; Hervorh. i. Orig.) ins Verhältnis gesetzt werden, in denen die Praxis zum wissenschaftlichen Erkenntnisobjekt wird (z. B. Schneider & Wildt, 2009).

Versucht man sich zudem einen Überblick über die Publikationstätigkeit zum Themenfeld Forschendes Lernen in der Lehrer*innenbildung zu verschaffen, so fällt auf, dass die bisherigen Publikationen häufig entweder schulpädagogische Forschungsperspektiven einnehmen, wie etwa professionalisierungstheoretische Begründungen (z. B. Pflugmacher et al., 2009; Hofer, 2013) und Theorie-Praxis-Implikationen (z. B. Obolenski & Meyer, 2003)...

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