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Jesus, Hauptdarsteller Gottes?

Inszenierung als Schlüssel für einen vernunftgemäßen Glauben

Eberhard Martin Pausch

Der Mensch Jesus kann verstanden werden als Gottes Hauptdarsteller in dem Theaterstück, das Weltgeschichte heißt. Das ist die These dieses Buches. Es gibt historische Indizien dafür, dass er sich selbst so sah, etwa die Nähe der Stadt Nazareth zum antiken Theater in Sepphoris. Die These lässt sich jedoch vor allem semiotisch begründen, wenn man die Person Jesu als ein mehrdimensionales Zeichen versteht. Jesus und seine Jüngerinnen und Jünger machten Glaube, Hoffnung und Liebe als Grunddimensionen menschlicher Existenz sichtbar. Wer ihm nachfolgt, lebt ebenfalls in diesen Dimensionen und erkennt Gott als den Regisseur der Geschichte an. Dessen Hauptdarsteller Jesus ist auch heute noch leibhaft erfahrbar, unter anderem im Leben der Glaubenden und im Geschehen von Gottesdienst und Abendmahl.

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5. Jesus Christus, der Gekreuzigte: Überlegungen zu einer Christologie der Fürbitte

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5. Jesus Christus, der Gekreuzigte: Überlegungen zu einer Christologie der Fürbitte

„5 Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht sein wie die Heuchler, die gern in den Synagogen und an den Straßenecken stehen und beten, um sich vor den Leuten zu zeigen. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt. 6 Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten.

7 Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viele Worte machen. 8 Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen. Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet. 9 Darum sollt ihr so beten: Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt. 10 Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. 11 Unser tägliches Brot gib uns heute. 12 Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. 13 Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. [Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.] 14 Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. 15 Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht...

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