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Ichbewusstsein – Gruppenbewusstsein

Die Energiebasis und ihre logischen Folgen

Sander Wilkens

Die Weltgeschichte hat einige Kehren – und Kehrseiten – erlebt, theoretisch dreht sie sich noch immer um das Einzelbewusstsein. Praktisch trifft dies nicht mehr zu, seit einigen Dezennien hat das Gruppenbewusstsein das Zentrum übernommen. Das einzelne oder individuelle hat sich ihm nach- oder unterzuordnen, es mag auch das gemeinschaftliche heißen. Warum das möglich ist, und beides zugleich, der Wandel und sein ganz anderer, geradezu gegenteiliger Anschein, hat mehrere Gründe. Der erste ist die fundamentale Basis, die Energie. Es gilt, selbige ins Zentrum zu heben, dabei aber nicht auf die naturwissenschaftliche (genetische oder neurologische) zu beschränken. Die anderen Gründe haben allesamt mit der Logik zu tun, dem Schlüssel, der an und für sich der Philosophie gebührt.

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II. Haupteil

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II.  Haupteil

1.  Einzelbewusstsein – Individualbewusstsein

1.1   Systematik: Differenzen der Theoriebildung, Energiebasis, Intersubjektivität

Der zweite und Hauptteil der Vorlesung, der das Individual- und Gruppenbewusstsein stets in einem Verhältnis begreift, i.e. das Bewusstsein wird nicht endgültig auf die eine oder andere Seite gezogen, als ob es nur dort seine einzige Existenz besäße – befasst sich zunächst mit den Begriffen Einzelbewusstsein und Individualbewusstsein. Dies scheint nach wie vor, als Strömung oder als Ansatz, der breiteste, in dem die gesamte Neuzeit verwurzelt ist respektive auf den sie die Anstrengungen ihrer Theoriebildung ausgerichtet hat. Sobald es irgend gilt, des Geistes, vormals der Vernunft, des Bewusstseins, des »Mind« oder eines ursprünglichen Sprechenden oder Denkenden theoretisch habhaft zu werden, weiterhin und nicht zuletzt auch des Subjekts im Verhältnis zu irgend Objekt, dann über das Individualbewusstsein oder jene Stelle, die als sein Inhaber und Träger oder extensiver Mittelpunkt greifbar wird, extensiv insofern, als er unter wechselnden und veränderlichen Bedingungen wiederzuerkennen ist, als ein unbedingt Einzelner, der (i) vorstellt, fühlt, spricht oder malt, die Geige (im Orchester) spielt, ein Gedicht rezitiert, irreduzible (metaphysische) Subjektivität exemplifiziert, einer Traumdeutung zugrunde liegt; (ii) als Proband einer wahrnehmungspsychologischen Gestaltanalyse oder Musterkennung dient, dessen Gehirnströme gemessen werden oder der als Patient einer PET-Analyse unterzogen wird (stets unter der stillschweigenden Voraussetzung, der Gehirnstrom als effektives Energiefeld hätte eine absolut selbstursprüngliche (endogene) und individuell distinkte Grenze, die keinen Einfluss durch andere cerebrale...

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