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Ichbewusstsein – Gruppenbewusstsein

Die Energiebasis und ihre logischen Folgen

Sander Wilkens

Die Weltgeschichte hat einige Kehren – und Kehrseiten – erlebt, theoretisch dreht sie sich noch immer um das Einzelbewusstsein. Praktisch trifft dies nicht mehr zu, seit einigen Dezennien hat das Gruppenbewusstsein das Zentrum übernommen. Das einzelne oder individuelle hat sich ihm nach- oder unterzuordnen, es mag auch das gemeinschaftliche heißen. Warum das möglich ist, und beides zugleich, der Wandel und sein ganz anderer, geradezu gegenteiliger Anschein, hat mehrere Gründe. Der erste ist die fundamentale Basis, die Energie. Es gilt, selbige ins Zentrum zu heben, dabei aber nicht auf die naturwissenschaftliche (genetische oder neurologische) zu beschränken. Die anderen Gründe haben allesamt mit der Logik zu tun, dem Schlüssel, der an und für sich der Philosophie gebührt.

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V. Basisannahmen zum Kalkül

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V.  Basisannahmen zum Kalkül

(1) „Eine absolute ontologische Priorität von y ist genau dann gegeben, wenn es kein x gibt, so dass y von x verschieden und y von x ontisch abhängig ist. Mit einer solchen Abhängigkeitsrelation könnte man z.B. zu begründen versuchen, dass Individuen gegenüber Mengen von Individuen ontologisch prioritär sind, weil Individuen zwar ohne Mengen, Mengen aber nicht ohne die Individuen, deren Menge sie sind, existieren können“.

(2) „Ein Aggregat von Einzeldingen (z.B. ein Häufchen aus Reiskörnern) ist genau dann ein und dasselbe, wenn keines dieser Dinge weggenommen und keines neu hinzugefügt wird; also ist die Identität des Aggregats auf die Identität der Bestandteile zurückführbar“.265

1.  Distinktivität (Klassenteilung)

Oben (in IV., Anmerkung 1, [B] zu Punkt 1.1) wurde der Beweis aus praktischer und theoretischer Hinsicht vorgetragen, der von den beiden Sätzen (1) und (2), welche immerhin eine uralte Tradition bedingen und tragen (gesetzt, tausend Jahre verdienen dieses Steigerung des Antonyms im Angesicht der Evolution und des Neandertalers, der dort angesprochen wurde), Abstand genommen. Das Individuum gilt demnach nicht als absolut distinkt, noch darf dem Aggregat seine eigentümliche Bindungskraft geraubt werden, insb. wenn Fusion (in verschiedenem Grad) und ein oder mehrere Foki, konstitutiv und/oder quasi ontisch, beteiligt. Sie vermag daher doppelt aufzutreten, da die angesprochene ontische Priorität gegenüber der Verursachung durch das Bewusstsein divergieren und...

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