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Ichbewusstsein – Gruppenbewusstsein

Die Energiebasis und ihre logischen Folgen

Sander Wilkens

Die Weltgeschichte hat einige Kehren – und Kehrseiten – erlebt, theoretisch dreht sie sich noch immer um das Einzelbewusstsein. Praktisch trifft dies nicht mehr zu, seit einigen Dezennien hat das Gruppenbewusstsein das Zentrum übernommen. Das einzelne oder individuelle hat sich ihm nach- oder unterzuordnen, es mag auch das gemeinschaftliche heißen. Warum das möglich ist, und beides zugleich, der Wandel und sein ganz anderer, geradezu gegenteiliger Anschein, hat mehrere Gründe. Der erste ist die fundamentale Basis, die Energie. Es gilt, selbige ins Zentrum zu heben, dabei aber nicht auf die naturwissenschaftliche (genetische oder neurologische) zu beschränken. Die anderen Gründe haben allesamt mit der Logik zu tun, dem Schlüssel, der an und für sich der Philosophie gebührt.

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Vorbemerkung I

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Vor der Einführung in die Vorlesung stellt sich die Frage nach dem Thema. Warum hat die Philosophie Grund, das Gruppenbewusstsein zu reflektieren, sodann insbesondere im Gegensatz zum Individual- oder Einzelbewusstsein, und wie vermag sie selbiges aus eigenen Mitteln zu analysieren? Wie stets bieten sich zwei Hauptzugänge. Der eine wendet sich der Empirie zu, der andere sucht die Grundbedingungen des menschlichen Bewusstseins, gleichgültig ob sie idealistisch, transzendental oder analytisch heißen, um das Problem, den Gegensatz, seine Implikationen und Folgerungen aus den vorausgesetzten Theoremen abzuleiten oder zu lösen. In der Vorbemerkung sei der erste Weg gewählt, da es sich, wie gleichfalls oft, anbietet, der Empirie zu öffnen, um die tatsächliche Komplexion und eventuellen Untiefen zu erfahren, die mit dem Thema verknüpft sind. Also vier Beispiele mitsamt erster Erläuterung, sie sei die Implementierung des Themas:

(1) Aus einem Nachrichtenartikel:

Meint dieses Unter-einer-Decke-Stecken ein Gruppenbewusstsein? Wenn ja, welche Bedingungen setzt es? Wäre es richtig, diese Bedingung nur der besonderen Situation, einem versuchten Staatsumbruch beziehungsweise dem Sturz einer Regierung mit militärischen Mitteln zuzuschreiben, oder eröffnet das Bewusstsein Bedingungen, die auch unter friedlichen Umständen angewendet werden können, so dass kein Grund besteht, die Metapher, die wie so oft Wesentliches bezeichnen muss, an das die Alltags- oder sogar wissenschaftliche Prosa nur schwer heranreicht, zu entkräften bzw. auf eine völliges Spezifikum einzuschränken. Gewiss, für den Begriff Unter-einer-Decke-Stecken benötigt man den Begriff der Verschw...

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