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Islam auf dem Balkan

Muslimische Traditionen im lokalen, nationalen und transnationalen Kontext

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Edited By Jordanka Telbizova-Sack and Christian Voß

Die 13 interdisziplinär ausgerichteten Beiträge des Sammelbandes fokussieren die religiöse Landschaft des Balkans im Kontext zunehmender Globalisierung, erhöhter Mobilität und postsozialistischer Transformation. In den Panels «Historische Perspektiven: Islam, Staat und Politik», «Pluralisierung und Transformation», «Türkei: Transnationale Verflechtungen und Innenpolitik» und «Diversität, Identität und Debatten» werden politische, religiöse und kulturelle Prozesse auch im historischen Aufriss dargestellt und analysiert. Dabei richtet sich der Blick sowohl auf die institutionelle Erneuerung und innere Diversifizierung als auch auf das komplizierte Verhältnis zwischen Staat, Politik und muslimischen Bevölkerungsgruppen.

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Vorwort

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Der vorliegende Band stellt die Ergebnisse der 55. Internationalen Hochschulwoche der Südosteuropa-Gesellschaft dar, die vom 26. bis zum 30. September 2016 in Tutzing stattfand. Ein aktuelles und zugleich kontroverses Thema führte Experten aus verschiedenen Fachdisziplinen und Ländern zusammen, um über muslimische Traditionen im lokalen, nationalen und transnationalen Kontext in den Balkanländern zu diskutieren sowie aktuelle Tendenzen zu beleuchten.

Zunehmende Globalisierung, erhöhte Mobilität und postsozialistische Transformation haben zu massiven Verschiebungen der religiösen Landschaft in den Ländern Südosteuropas geführt. Islam-Debatten sorgen für Kontroversen und spalten große Teile der Öffentlichkeit. Dadurch hat die internationale Forschung zum Thema „Islam und Muslime auf dem Balkan“ einen erheblichen Aufschwung erfahren, auch wenn sie gegenüber der an Integration und Sicherheit orientierten Westeuropa-Forschung deutlich unterrepräsentiert bleibt. Geschichte, religiöse Praxis und kulturelles Selbstverständnis der südosteuropäischen Muslime sind für die Entstehung und Bestimmung eines „europäischen Islam“ von großer Bedeutung. Griechenland, Bulgarien, Rumänien und Kroatien sind mit ca. 900.000 Bürgern muslimischen Hintergrunds Mitglieder der Europäischen Union. Staaten mit substantiellen muslimischen Bevölkerungsanteilen wie Bosnien und Herzegowina, Makedonien, Kosovo und Albanien werden mittel- oder langfristig der Europäischen Union beitreten.

Südosteuropa steht dabei für einen historischen Raum, in dem der Islam seit Jahrhunderten ein Teil der europäischen Geschichte ist. Von einigen Randgruppen abgesehen, sind die zahlreichen muslimischen Gemeinschaften auf dem Balkan – von Bosnien und Herzegowina, über Albanien, Kosovo, den...

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