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Pius XII. und die Deportation der Juden Roms

Klaus Kühlwein

Kein anderes Ereignis im Zweiten Weltkrieg hat Pius XII. so herausgefordert wie die SS-Judenaktion unter seinem Fenster. Was damals geschah, verdichtet die ganze Problematik um das Schweigen des Papstes. Historisch ist umstritten, was Papst Pius unternommen hat, um die Juden Roms zu retten, welchen Zwängen er unterworfen war und was er über das Schicksal deportierter Juden wusste.

Anhand zahlreicher Dokumente und Zeugenaussagen rekonstruiert die Studie die Vorgänge rund um die Razzia auf verschiedenen Ebenen. Sie fragt nach dem Kenntnisstand Pius XII. über die NS-Judenvernichtung und analysiert den Konflikt zwischen güterabwägendem Schweigen und Protest aus Gewissensgründen.

Das Ergebnis wirft neues Licht auf die Rolle Pius XII. im Herbst 1943.

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Dank

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Es gibt viele Menschen, denen ich herzlich danken möchte. Ohne ihre freundliche Unterstützung und ihr Interesse wäre die Studie nicht in dieser Form entstanden. Das gilt sowohl für das Grundlagenmanuskript, die privat publizierte Arbeit von 2013 (Pius XII. und die Judenrazzia in Rom), als auch für diese komplette Neubearbeitung der Thematik.

Der Archivleiter des Instituts für Zeitgeschichte/München, Klaus Lankheit, suchte persönlich nach einer „verschollenen“ eidesstattlichen Erklärung, Claudia Steur vom Dokumentationszentrum Topographie des Terrors/Berlin und der ehemalige Direktor des Collegio Teutonico, der leider schon verstorbene Prof. Erwin Gatz, stellten mir wertvolle Unterlagen zur Verfügung. In diesem Zusammenhang Dank an den Archivar des Vatikanischen Staatssekretariats Johan Ickx und Kardinal Dominique Mamberti (ehemals Leiter der 2. Sektion im Staatssekretariat) für die ausnahmsweise Überlassung einer Kopie des Brandbriefes untergetauchter Juden an Pius XII. aus dem noch verschlossenen Teil des vatikanischen Geheimarchivs. Mordechay Lewy, der ehemalige Botschafter Israels am Hl. Stuhl (2008–12), empfing mich freundlich in Rom und diskutierte mit mir über den Casus Pius XII.; zudem half er mir ein schwer zu beschaffendes Zeitzeugnis in die Hände zu bekommen. Signor Giorgio Sirugo, sowie seiner Großmutter, Signora Giovanna Luccardi, die Augenzeugin der Verhaftung ihrer Tante Clara war, großen Dank für die Überlassung von Aussagen und ein herzlicher Gruß nach Rom.

Ausgesprochen hilfsbereit waren die Mitarbeiter in diversen Bundes- und Landesarchiven in Berlin, Ludwigsburg, Münster und Freiburg. Meine Suche nach bestimmten Zeugenaussagen in...

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