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Migration und Interkulturalität

Theorien – Methoden – Praxisbezüge

Edited By Kerstin Störl

Der massenhafte Zustrom von Menschen aus Syrien, nah- und fernöstlichen Ländern, Afrika und Nicht-EU-Staaten des Balkans, die 2015 und 2016 in Deutschland Asyl suchten, wurde als »Flüchtlingskrise« wahrgenommen. Der vorliegende Band enthält historische, philosophische, kulturwissenschaftliche, psychologische, linguistische und kommunikationswissenschaftliche Studien, die dieses aktuelle Migrationsphänomen und damit im Zusammenhang stehende Kulturkontaktsituationen interdisziplinär und anhand empirischer Daten beleuchten. Das Ziel ist die wissenschaftliche Diskussion anzuregen sowie Praxisvertretern fundierte Argumente anzubieten, um sich mit Missverständnissen in der Bevölkerung auseinander zu setzen, Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen und den gegenseitigen Respekt voreinander zu fördern.

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Soziale Repräsentationen von Multikulturalismus – komplexe Aushandlungen innerer und äußerer sozialer Realitäten durch Eigen- und Fremdbilder

Soziale Repräsentationen von

Multikulturalismus – komplexe

Aushandlungen innerer und äußerer sozialer

Realitäten durch Eigen- und Fremdbilder

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Babette Gekeler/Kathrin Friederici

Social representations of multiculturalism - Complex negotiations of inner and outer social realities through self-images and images of others

The national, ethnic and religious diversity in everyday multicultural life creates a binary context of allowing differences to be recognized and the opposition of such diversification. Within this context, individuals and groups oscillate between moving closer together and protecting the space of the self. Social psychology sparsely attended to the ambiguous nature which deeper layers of meaning both regarding the familiar and the non-familiar (foreign) evoke in individuals and groups. This article examines people’s identity work in multicultural contexts, using pragmatic manifestations, such as the symbolizations of food, to address latent evaluations of multiculturalism, such as familiarity and strangeness.

Die multikulturelle Stadt ist der „Spiegel“ der Welt, der die Fähigkeit fördert, unser vertrautes Selbst in der Fremdheit anderer zu erkennen.

Kein Land und keine Gesellschaft der Erde besteht aus einer singulären kulturellen oder ethnischen Gruppe, innerhalb derer ihre Population nur eine Sprache spricht, und alle ihr Angehörigen nur eine einzige kulturelle oder zivile Identität teilen (UNESCO 2009). Die daraus resultierende Vielfalt kultureller, ethnischer, und religiöser Gruppen innerhalb eines Landes und einer Gesellschaft konstituiert eine soziale Realität, die als gelebter oder alltäglicher Multikulturalismus umschrieben werden kann. Fragen nach der Art des Gelingens des Zusammenlebens innerhalb eines solch alltäglichen Multikulturalismus sind mindestens so alt wie die hellenischen, römischen und ottomanischen Weltreiche (Berry...

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