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Germanistische Diskurs- und Praxisfelder in Mittelosteuropa

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Edited By Annegret Middeke, Doris Sava and Ellen Tichy

Deutsch hat in den Ländern Mittel- und Osteuropas eine lange Tradition. Von der Bedeutung des Deutschen als Fremdsprache in dieser Region ausgehend, zeigt der Sammelband die Ausgestaltung der Deutschlehreraus- und -fortbildung an den Hochschulen in Mittelosteuropa, mögliche Berufsfelder sowie die Motivation des institutionalisierten Deutscherwerbs auf, um das gegenwärtige internationale Profil dieses Faches zu beleuchten. Dabei werden auch curriculare Entwicklungen, aktuelle Herausforderungen und Chancen erfasst, die den Wandel des fachlichen Selbstverständnisses dokumentieren, der eine inhaltliche Neuorientierung des Germanistik-Studiums unumgänglich macht.

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Annegret Middeke: Zur Nachhaltigkeit von europäischen Bildungsprojekten am Beispiel von fach- und berufsbezogenem Deutsch in MOE/SOE1

Zur Nachhaltigkeit von europäischen Bildungsprojekten am Beispiel von fach- und berufsbezogenem Deutsch in MOE/SOE1

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Annegret Middeke

Abstract: This article emphasizes the importance of additional German courses for the development of professional competences, focusing on the European educational projects in the fields of specialized and job-related German language courses in Central and South-eastern Europe. This article illustrates their sustainability potential using the example of multilateral Service Learning cooperation.

Keywords: European educational projects, specialized and job-related German language courses, Service Learning cooperation, IDIAL4P-Projekt, authentic study opportunities

Kenntnisse der deutschen Sprache stellen, auch wenn diese den Status einer allgemein anerkannten internationalen Wissenschaftssprache längst verloren hat, für viele Fächer und Fachbereiche eine Schlüsselkompetenz dar.2 In Mittel-/Osteuropa und der Russischen Föderation fördert der DAAD bereits seit 1993, also kurz nach der „politischen Wende“, deutschsprachige Fachstudiengänge, was sicherlich stark dazu beigetragen hat, das traditionell hohe Interesse an Deutsch als Fremd- und insbesondere als Fachfremdsprache in der Region aufrechtzuerhalten. Zurzeit sind es 32 Studiengänge3 in 13 Ländern.4

Das Pendant zu den deutschsprachigen Fachstudiengängen bzw. denen mit studienbegleitendem Deutsch bilden germanistische Studiengänge, die außer philologischen auch „arbeitsmarktgesteuerte“ Studienanteile aufweisen.5 Zwar gibt es auch dafür schon Beispiele guter Praxis,6 doch befindet sich dieser ←247 | 248→Bereich im Großen und Ganzen noch im Wunschmodus mit mehr oder weniger vagen Vorstellungen von den Inhalten, Zielen und Umsetzungsmöglichkeiten. Für die bulgarische Germanistik etwa fordert Lyudmila Ivanova (2016: 155), dass sie stärker bedarfsorientiert und „mit konkreten Berufsbildern kompatibel sein“ solle:

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