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Das griechische Immobilienrecht

Eine rechtsvergleichende Darstellung in Bezug auf das deutsche Recht

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Panagiotis Kabolis

Das griechische Grundstücksrecht befindet sich heute im Umbruch. Vor allem führt die Einführung des Grundbuchsystems in Griechenland grundlegende Änderungen im veralteten Corpus des Sachenrechts mit positiven Auswirkungen auf die Rechtssicherheit herbei. Zugleich ist dies mit einer ganzen Reihe von neuen Rechtsinstituten und Herausforderungen verbunden, die die griechische Rechtsordnung zu bewältigen hat. Dieses Buch liefert eine Darstellung des modernen griechischen Sachenrechts der Immobilien auf neuestem Stand. Es befasst sich mit der Entwicklung und der Funktion der Rechtsinstitute betreffend die Begründung, Übertragung und Belastung von dinglichen Rechten an Grundstücken durch eine dialektische Gegenüberstellung der griechischen und der deutschen Vorschriften, so dass sich dem ausländischen Rechtsanwender eine gründliche theoretische wie auch praktische Einsicht in das Thema eröffnet.

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Kapitel VII – Miteigentum – Stockwerkseigentum

Kapitel VII – Miteigentum – Stockwerkseigentum

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Art. 1113 Gemeinschaftliche Sache

Steht das Eigentum an einer Sache mehreren ungeteilt nach ideellen Teilen zu, so finden die Vorschriften über Gemeinschaft Anwendung.

Art. 1114 Grunddienstbarkeiten zulasten oder zugunsten einer gemeinschaftlichen Sache

Ein gemeinschaftliches Grundstück kann mit einer Grunddienstbarkeit zugunsten des jeweiligen Eigentümers eines anderen Grundstücks belastet werden, auch wenn er Miteigentümer des dienenden Grundstücks ist. Das gleiche gilt auch für eine Grunddienstbarkeit an einem Grundstück zugunsten der jeweiligen Eigentümer eines gemeinschaftlichen Grundstücks, wenn jemand von ihnen Eigentümer des dienenden Grundstücks ist.

Art. 1115 Handlungen, welche gegen die Nachfolger gelten

Handelt es sich um ein gemeinschaftliches dingliches Recht, so finden die Vorschriften der Art. 791 und 796 nur Anwendung, wenn die Vereinbarung oder der Beschluss der Teilhaber der Gemeinschaft notariell beurkundet und ins Transkriptionsbuch eingetragen wurde. Im Falle des Art. 791 ist die Transkription auch für die gerichtliche Entscheidung erforderlich.

Art. 1116 Stellung jedes Miteigentümers Dritten gegenüber

Jeder Miteigentümer ist berechtigt, die Ansprüche aus dem Eigentum Dritten gegenüber in Ansehung der ganzen Sache geltend zu machen. Erhebt er aber die Vindikationsklage bezüglich der ganzen Sache, so hat er die Herausgabe der Sache an alle Miteigentümer zu verlangen.

Art. 1113–1117 ZGB (vgl. §§ 1008-1011 BGB) regeln das Miteigentum nach Bruchteilen. In beiden Rechtsordnungen sind die Hauptmerkmale des Miteigentums nach Bruchteilen gleich konstruiert: Es handelt sich um...

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