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Das griechische Immobilienrecht

Eine rechtsvergleichende Darstellung in Bezug auf das deutsche Recht

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Panagiotis Kabolis

Das griechische Grundstücksrecht befindet sich heute im Umbruch. Vor allem führt die Einführung des Grundbuchsystems in Griechenland grundlegende Änderungen im veralteten Corpus des Sachenrechts mit positiven Auswirkungen auf die Rechtssicherheit herbei. Zugleich ist dies mit einer ganzen Reihe von neuen Rechtsinstituten und Herausforderungen verbunden, die die griechische Rechtsordnung zu bewältigen hat. Dieses Buch liefert eine Darstellung des modernen griechischen Sachenrechts der Immobilien auf neuestem Stand. Es befasst sich mit der Entwicklung und der Funktion der Rechtsinstitute betreffend die Begründung, Übertragung und Belastung von dinglichen Rechten an Grundstücken durch eine dialektische Gegenüberstellung der griechischen und der deutschen Vorschriften, so dass sich dem ausländischen Rechtsanwender eine gründliche theoretische wie auch praktische Einsicht in das Thema eröffnet.

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Kapitel X – Nießbrauch – Wohnungsrecht – Beschränkte persönliche Dienstbarkeiten

Kapitel X – Nießbrauch – Wohnungsrecht – Beschränkte persönliche Dienstbarkeiten

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Art. 1142 Begriff des Nießbrauchs

Die persönliche Dienstbarkeit des Nießbrauchs besteht in dem dinglichen Recht des Nießbrauchers auf Gebrauch und Fruchtgenuss einer fremden Sache, wobei die Substanz der Sache unberührt bleibt.

Art. 1143 Begründung

Der Nießbrauch wird durch Rechtsgeschäft oder Ersitzung begründet. Die Vorschriften über Ersitzung von beweglichen Sachen oder Grundstücken und über Übertragung des Eigentums an diesen durch Einigung finden auch auf die Begründung des Nießbrauchs entsprechende Anwendung.

Art. 1144

Nießbrauch kann auch an einem ideellen Teil einer Sache entstehen.

Art. 1145 Feststellung des Zustands der Sache

Der Nießbraucher einer Sache ist berechtigt zu verlangen, dass auf seine Kosten durch Sachverständige, welche vom Gericht bestellt werden, der Zustand der Sache festgestellt wird. Das gleiche Recht hat auch der Eigentümer.

Art. 1146 Verzeichnis bei Sachinbegriff

Ist ein Inbegriff von Sachen Gegenstand des Nießbrauchs, so sind der Nießbraucher und der Eigentümer einander verpflichtet, an der Aufnahme eines Verzeichnisses der Sachen mitzuwirken. Die Kosten trägt derjenige, welcher dies verlangt.

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