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Aspekte kultureller Identität

Beiträge zur Kulturgeschichte der deutschsprachigen Minderheit in Kroatien

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Edited By Thomas Möbius, Ivana Jozić, Melita Aleksa Varga, Leonard Pon and Ivana Šarić Šokčević

Zwischen dem 18. und 20. Jahrhundert lebten im heutigen Staatsgebiet Kroatiens zahlreiche deutsche Emigranten. Zwischen ihnen und der kroatischen Mehrheitsbevölkerung fanden z.T. intensive kulturelle Austauschprozesse statt. Im zweiten Band zu dem vom DAAD geförderten internationalen Forschungsprojekt werden Ergebnisse zur Erforschung einzelner Aspekte des regionalen deutschsprachigen Presse-, Theater- und Schulwesens vorgelegt. In einzelnen Beiträgen aus diesem Band wird auf den regen Kontakt zwischen deutscher und kroatischer Sprache und Kultur im Bereich des landwirtschaftlichen Wortschatzes, der gymnasialen Schulordnung, aber auch der Philosophie, Literatur und Theaterpoetik sowie Theaterkritik hingewiesen.

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Vorwort

Vorwort

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Der vorliegende zweite Band der Reihe „Spuren deutscher Sprache, Literatur und Kultur in Kroatien“ versammelt ausgewählte Ergebnisse der Tagung „Slawisch-deutsche Begegnungen in Literatur, Sprache und Kultur“, die vom 27. bis zum 28. Oktober 2017 in Osijek stattfand. Die Tagung wurde organisiert von der Abteilung für deutsche Sprache und Literatur der Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften der Josip-Juraj-Strossmayer-Universität Osijek (Kroatien) und dem Fachbereich Germanistik des Neophilologischen Instituts der Pädagogischen Universität Kraków (Polen).

Unter dem Titel „Aspekte kultureller Identität: Beiträge zur Kulturgeschichte der deutschsprachigen Minderheit in Kroatien“ sind eine ganze Reihe thematisch unterschiedlicher, historisch orientierter Beiträge versammelt. Da der Begriff „kulturelle Identität“ im aktuellen kulturwissenschaftlichen Diskurs umstritten ist, ist es notwendig, seiner Explikation und Legitimation einige Worte zu widmen:

„Identität“ ist ein zentraler Begriff in den Human-, Sozial- und Geisteswissenschaften und daher seit Jahrzehnten breit beforscht (vgl. z. B. Ashmore/Jussim 1997; Calhoun 1994; Cerutti 1996; Frey/Haußer 1987; Henry 2000; Keupp/Höfer 1997; Quante 1999; Renn/Straub 2002; Willems/Hahn 1999). Bestimmung und Relevanz des Begriffs werden in der Forschung mit unterschiedlichen Akzentsetzungen diskutiert (vgl. Straub 2004, S. 277), einen Konsens erfährt die Unterscheidung zwischen personaler und kollektiver Identität (ebd., S. 278; vgl. die Zusammenstellung der Forschungsliteratur bei Niethammer 2000, S. 21ff.). Gerade der Begriff der „kollektiven Identität“ ist – insbesondere in seinem essentialistischen Verständnis – umstritten, ablehnende Positionen werfen ihm und seiner rhetorischen Praxis „eine Tendenz zur Gewalt, ja selbst schon ein(en) Zug...

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