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Staatenlexikon Europa

Geographie, Geschichte, Kultur, Politik und Wirtschaft

Edited By Andreas Dittmann and Wolfgang Gieler

Das Staatenlexikon vermittelt grundlegende Kenntnisse zu Geographie, Kultur, Politik und Wirtschaft der Staatenwelt Europas. In alphabetischer Reihenfolge – von Albanien bis Zypern – werden insgesamt 50 Staaten behandelt. Die Besonderheit des Lexikons besteht in der Analyse gegenwärtiger gesellschaftspolitischer und ökonomischer Entwicklungen als historisch bedingten Prozessen. In kompakter Form werden Informationen auf aktuellem Stand über die Bedingungen und Strukturen, Interessen und Ziele der Politik der Staaten Europas untereinander und in der internationalen Arena geboten. Zielgruppen sind vor allem Wissenschaftler, Studierende, Dozenten, Journalisten und sonstige Mittler politischer Bildung sowie alle politisch Interessierten. Ein Grundlagenwerk, das zur differenzierten Beurteilung Europas im Wandel beiträgt. Dabei wird der Begriff «Europa» räumlich großzügig interpretiert und auch über Ost- und Südosteuropa hinaus bis zum Kaukasus ausgedehnt.

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Estland (Andreas Dittmann)

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Andreas Dittmann

Estland

Naturraum und geographische Rahmenbedingungen

Die Republik Estland (Eesti Vabariik) liegt in Nordost-Europa und grenzt im Osten an Russland sowie im Süden an Lettland. Im Westen und Norden hat Estland Küsten an der nordöstlichen Ostsee. Estland ist nur etwas größer als die Schweiz, verfügt aber aufgrund einer verzweigten Küste mit vielen Buchten sowie kleineren und größeren Inseln über eine Gesamtküstenlinienlänge von fast 3.800 km. Die größten Inseln sind Saaremaa (Ösel) und Hiiumaa (Dagö). Die Oberflächenform des Landes ist glazial stark überprägt. Den Norden Estlands kennzeichnen ausgedehnte Ausräumungs-Landschaften, wo eiszeitliche Gletscher das anstehende Gestein (vorwiegend Kalk) abgeschliffen und das Feinmaterial abtransportiert haben. Es wurde in Moränen im südlichen und südöstlichen Estland abgelagert (Haanja-Hochland, Skala Höhen, Odenpäh-Höhen). Das Land ist von zahlreichen Bächen, kleinen Flüssen, Mooren und Seen gekennzeichnet. Der größte See ist der Peipus-See (Pepsi Järy) im Osten, der einen Großteil der Ostgrenze mit Russland markiert. Der überwiegende Teil des Landes ist sanft hügelig und waldreich mit einer durchschnittlichen Höhe von nur etwa 50 m ü. M. Die höchste Erhebung bildet der Suur Mumamhägi mit 318 m ü. M. ← 131 | 132 →

Das kühl gemäßigte Klima Estlands ist milder, als die Breitenlage eigentlich vermuten lassen würde, da es vor allem maritim geprägt ist. Es weist für Juli...

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