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Staatenlexikon Europa

Geographie, Geschichte, Kultur, Politik und Wirtschaft

Edited By Andreas Dittmann and Wolfgang Gieler

Das Staatenlexikon vermittelt grundlegende Kenntnisse zu Geographie, Kultur, Politik und Wirtschaft der Staatenwelt Europas. In alphabetischer Reihenfolge – von Albanien bis Zypern – werden insgesamt 50 Staaten behandelt. Die Besonderheit des Lexikons besteht in der Analyse gegenwärtiger gesellschaftspolitischer und ökonomischer Entwicklungen als historisch bedingten Prozessen. In kompakter Form werden Informationen auf aktuellem Stand über die Bedingungen und Strukturen, Interessen und Ziele der Politik der Staaten Europas untereinander und in der internationalen Arena geboten. Zielgruppen sind vor allem Wissenschaftler, Studierende, Dozenten, Journalisten und sonstige Mittler politischer Bildung sowie alle politisch Interessierten. Ein Grundlagenwerk, das zur differenzierten Beurteilung Europas im Wandel beiträgt. Dabei wird der Begriff «Europa» räumlich großzügig interpretiert und auch über Ost- und Südosteuropa hinaus bis zum Kaukasus ausgedehnt.

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Irland (Steven Engler, Armin Flender und Stefan Schweiger)

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| 203 →

Steven Engler, Armin Flender und Stefan Schweiger

Irland

Naturraum und geographische Rahmenbedingungen

Irland ist einerseits der Name einer Insel des im nordöstlichen Teil des Atlantischen Ozeans gelegenen Archipels, welches häufig als Britische Inseln bezeichnet wird. Die Insel liegt westlich von Großbritannien, zu welchem der Nordkanal, die Irische See, der St. Georgs Kanal sowie die Keltische See die natürliche Grenze bilden. Andererseits wird der Name auch verwendet, um auf die Republik Irland zu verweisen, welche etwa 83 % der Inselfläche ausmacht. Im Nordosten der Insel liegt außerdem das zum Vereinigten Königreich Großbritannien gehörige Nordirland. Mit Nordirland teilt die Republik seit der Gründung des Freistaates 1921 eine 443 km lange Landgrenze, deren Existenz seither und insbesondere im Rahmen des Nordirland-Konflikts, den sogenannten „Troubles“, Gegenstand von Konflikten war. Unionisten fordern noch heute den Fortbestand einer engen politischen Union zwischen Großbritannien und Nordirland, irische Republikaner die nationale und territoriale Einheit der Insel. Der Konflikt um den Status von Nordirland stellt eines der beherrschenden Themen der letzten hundert Jahre irischer Geschichte dar. Durch das britische Brexit-Votum aus dem Jahr 2016 steht der Status der Grenze zwischen der zu Europa gehörigen Republik und dem britischen Nordirland wieder zur Disposition (s. u.).

Irlands Landesnatur ist durch das ganzjährig milde Klima geprägt. Beeinflusst durch den Golfstrom, ermöglicht das gemäßigte Klima eine reiche und vielfältige Vegetation. So findet man im s...

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