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Staatenlexikon Europa

Geographie, Geschichte, Kultur, Politik und Wirtschaft

Edited By Andreas Dittmann and Wolfgang Gieler

Das Staatenlexikon vermittelt grundlegende Kenntnisse zu Geographie, Kultur, Politik und Wirtschaft der Staatenwelt Europas. In alphabetischer Reihenfolge – von Albanien bis Zypern – werden insgesamt 50 Staaten behandelt. Die Besonderheit des Lexikons besteht in der Analyse gegenwärtiger gesellschaftspolitischer und ökonomischer Entwicklungen als historisch bedingten Prozessen. In kompakter Form werden Informationen auf aktuellem Stand über die Bedingungen und Strukturen, Interessen und Ziele der Politik der Staaten Europas untereinander und in der internationalen Arena geboten. Zielgruppen sind vor allem Wissenschaftler, Studierende, Dozenten, Journalisten und sonstige Mittler politischer Bildung sowie alle politisch Interessierten. Ein Grundlagenwerk, das zur differenzierten Beurteilung Europas im Wandel beiträgt. Dabei wird der Begriff «Europa» räumlich großzügig interpretiert und auch über Ost- und Südosteuropa hinaus bis zum Kaukasus ausgedehnt.

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Liechtenstein (Wolfgang Gieler unter Mitarbeit von Francisco Sommer)

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Wolfgang Gieler unter Mitarbeit von Francisco Sommer

Liechtenstein

Naturraum und geographische Rahmenbedingungen

Das Fürstentum Liechtenstein ist ein ca. 160 km2 großer Binnenstaat im Alpenraum von Mitteleuropa, der am rechten Alpenrheinufer liegt. Im Westen grenzt es an die Schweizer Kantone Graubünden und St. Gallen und im Osten an das österreichische Bundesland Vorarlberg. Die Hauptstadt Liechtensteins und gleichzeitig Sitz der fürstlichen Familie ist Vaduz. Das ← 292 | 293 → Land ist in zwei Landschaften (Oberland und Unterland) und elf Gemeinden aufgeteilt. Die größte Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 25 km, die größte Ost-West-Ausdehnung zehn Kilometer. Von dem Staatsgebiet sind nur 14 km2 besiedelt, zwei Drittel des Landes bestehen aus Gebirge, dessen höchste Erhebung mit 2.600 m ü. M. die Grauspitze ist. Das Hauptsiedlungsgebiet ist die Rheinebene.

Das Klima ist durch die Lage im Rheintal relativ gemäßigt und stark von warmen, trockenen Fallwinden (dem sogenannten Föhn) beeinflusst. Der Föhn tritt vor allem von Oktober bis Mai auf und sorgt dafür, dass im Tal die Temperatur 10 bis 15 °C über den Werten des angrenzenden Mittellandes liegen. Dadurch wird die Vegetationszeit verlängert. Im Sommer liegen die mittleren Temperaturen zwischen 20 und 28 °C und auch im Winter sinkt die Temperatur nur selten unter minus 15 °C. Die Jahresdurchschnittstemperatur in der Hauptstadt Vaduz beträgt 10 °C und die jährliche Niederschlagsmenge liegt im Durchschnitt bei 948 mm.

Geschichte

Karl von Liechtenstein,...

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