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Staatenlexikon Europa

Geographie, Geschichte, Kultur, Politik und Wirtschaft

Edited By Andreas Dittmann and Wolfgang Gieler

Das Staatenlexikon vermittelt grundlegende Kenntnisse zu Geographie, Kultur, Politik und Wirtschaft der Staatenwelt Europas. In alphabetischer Reihenfolge – von Albanien bis Zypern – werden insgesamt 50 Staaten behandelt. Die Besonderheit des Lexikons besteht in der Analyse gegenwärtiger gesellschaftspolitischer und ökonomischer Entwicklungen als historisch bedingten Prozessen. In kompakter Form werden Informationen auf aktuellem Stand über die Bedingungen und Strukturen, Interessen und Ziele der Politik der Staaten Europas untereinander und in der internationalen Arena geboten. Zielgruppen sind vor allem Wissenschaftler, Studierende, Dozenten, Journalisten und sonstige Mittler politischer Bildung sowie alle politisch Interessierten. Ein Grundlagenwerk, das zur differenzierten Beurteilung Europas im Wandel beiträgt. Dabei wird der Begriff «Europa» räumlich großzügig interpretiert und auch über Ost- und Südosteuropa hinaus bis zum Kaukasus ausgedehnt.

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San Marino (Wolfgang Gieler)

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Wolfgang Gieler

San Marino

Naturraum und geographische Rahmenbedingungen

San Marino liegt in Südeuropa und ist nach dem Vatikan und Monaco der drittkleinste Staat Europas. Er ist vollständig von Italien umgeben und liegt zwischen den Regionen Emilia-Romagna und Marken nahe der adriatischen Küste bei Rimini. Das zentrale Gebiet des Landes wird in Nord-Süd-Richtung fast komplett vom steil nach Osten abfallenden, etwa sieben Kilometer langen Kalksteinrücken des Monte Titano durchzogen, der mit einer Höhe von 739 m ü. M. die höchste Erhebung des Landes ist. Der tiefste Punkt ist der Torrente Ausa mit 55 m ü. M. Das Staatsgebiet umfasst eine Fläche von 61,19 Quadratkilometer mit einer Bevölkerung von 33.203 Einwohnern (Stand 2016), wovon 4.032 Einwohner in der gleichnamigen Hauptstadt leben.

Geschichte

Die erste schriftliche Erwähnung fand das Land im Jahre 511 durch den Mönch Eugippius, der in einem seiner Werke von dieser Region als San Marino spricht. Seit dem Bestehen des Kirchenstaates existierte San Marino immer als eigenständiges Territorium unter dem Schutz des Heiligen Stuhles ← 480 | 481 → in Rom. Im Jahre 1602 unterschrieben beide Seiten einen Schutzvertrag, der 1631 in Kraft trat. Unterbrochen wurde die Souveränität nur von einer kurzen Besetzung durch Truppen des Kirchenstaates 1739. Nachdem jedoch in Rom politisch interveniert wurde und ein Plebiszit zu dieser Frage durchgeführt worden war, wurde die Besetzung bereits 1740 wieder rückgängig gemacht.

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