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Dynamische Approximationen

Festschriftliches pünktlichst zu Eva Lavrics 62,5. Geburtstag

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Edited By Marietta Calderón and Carmen Konzett-Firth

Der vorliegende Band ist der Romanistin Eva Lavric als Festschrift gewidmet. Er spiegelt durch die Auswahl der Beiträge Eva Lavrics wissenschaftliches Œuvre und ihre vielfältige internationale Vernetzung wider. Die Beiträge nehmen häufig eine kontrastivlinguistische Perspektive ein, beschäftigen sich aber nicht nur mit dem Deutschen und dem Französischen, sondern gehen weit darüber hinaus. Methodologisch spannt sich der Bogen von theoretischen Modellierungen und klassischen systemlinguistischen Beschreibungen syntaktischer oder semantischer Phänomene über diskursanalytische Ansätze und neue soziolinguistische Methoden wie dem  «linguistic landscaping» bis hin zur Korpuslinguistik und Interaktionsforschung.

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Heidi Siller-Runggaldier (Innsbruck): Verbvalenz und Valenzvarianz

Verbvalenz und Valenzvarianz

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Heidi Siller-Runggaldier (Innsbruck)

Wie der Titel andeutet, geht es im Folgenden um die Frage, wie Valenzvarianten desselben Verbs einzuordnen und zu bewerten sind. Das Problem hat sich zuletzt verstärkt, weil durch die Ausweitung der Corpora der große Variationsreichtum der Valenz von Verben ins Blickfeld rückt, der schwerlich einheitlich zu erfassen ist.

Eroms (2014) deutet bereits im Titel seines Beitrags, Verbvariationen und Korpuslinguistik, die Problematik an und fragt sich, wie die Valenz von Verben repräsentativ erhoben werden kann. Corpora würden beste Voraussetzungen dafür liefern, das in syntaktischen Strukturen valenzgesteuerte Verhalten von Verben ausfindig zu machen. Das Problem bestehe allerdings darin, dass der durch computergestützte Erhebung feststellbare Valenzreichtum die Festlegung einer eindeutigen Grundvalenz von Verben erschwere. In diesem Zusammenhang bemerkt Coene (2006: 139), dass „[d];as Einzige, was sich in Bezug auf die Grundvalenz empirisch überprüfen lässt, die Vorkommenshäufigkeit [ist], denn diese ist auf Grund statistischer Korpusergebnisse nachweisbar.“ Coene (2006: 139) fragt dann allerdings weiter, ob „damit das ‚Normale‘ oder ‚Übliche‘ erwiesen“ sei, und kommt schließlich zu folgendem Schluss: „Zur Bestimmung der Grundvalenz dürften gewisse Intuitionen der Sprecher genauso eine Rolle spielen wie Frequenz und Gebrauchsbedingungen“, woraus sich für „die Bestimmung der Grundvalenz […] zwei Parameter“ ergeben würden: „(i) semantische Intuition und (ii) Empirie (Korpusanalyse).“1

In diesem Zusammenhang stellt sich Eroms (2014: 3) die Frage, wie diesbezüglich vorgegangen werden solle/müsse. Denn „(o)ffenbar besteht zwischen der bloßen Intuition, welche...

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