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Dynamische Approximationen

Festschriftliches pünktlichst zu Eva Lavrics 62,5. Geburtstag

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Edited By Marietta Calderón and Carmen Konzett-Firth

Der vorliegende Band ist der Romanistin Eva Lavric als Festschrift gewidmet. Er spiegelt durch die Auswahl der Beiträge Eva Lavrics wissenschaftliches Œuvre und ihre vielfältige internationale Vernetzung wider. Die Beiträge nehmen häufig eine kontrastivlinguistische Perspektive ein, beschäftigen sich aber nicht nur mit dem Deutschen und dem Französischen, sondern gehen weit darüber hinaus. Methodologisch spannt sich der Bogen von theoretischen Modellierungen und klassischen systemlinguistischen Beschreibungen syntaktischer oder semantischer Phänomene über diskursanalytische Ansätze und neue soziolinguistische Methoden wie dem  «linguistic landscaping» bis hin zur Korpuslinguistik und Interaktionsforschung.

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Anita Pavić Pintarić (Zadar): Substantivische Ausdrücke der großen Quantität in der deutschen und kroatischen Sprache

Substantivische Ausdrücke der großen Quantität in der deutschen und kroatischen Sprache

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Anita Pavić Pintarić (Zadar)

Quantität1 bezieht sich als eine der kognitiven Kategorien (cf. Wingender 2005) auf die Wahrnehmung und Quantifizierung von Objekten bzw. Erscheinungen (cf. Döninghaus 2001, Jachnow 2001). Quantität kann sprachlich mit grammatischen, lexikalischen, syntaktischen, textuellen Mitteln sowie mit Wortbildungsmitteln ausgedrückt werden (cf. Jachnow 2001: 469). Lexikalische Mittel umfassen Zahlen, Substantive, Adjektive, Adverbien, Pronomen, Verben und Phraseme. In deutschen und kroatischen sprachwissenschaftlichen Studien ist zu beobachten, dass vor allem Zahlen als Ausdrücke für Quantität (cf. Tafel 2001, Jachnow 2001, Tafra 2005) sowie Adverbien und Pronomen, die auf eine unbestimmte Menge oder vage Quantität hinweisen (z. B. svi, neki, nijedan, puno, Šarić 2002) beschrieben werden, während Substantive in diesem Kontext weniger oft untersucht werden. Bisher ist ungenügend untersucht worden, welche Substantive für den Ausdruck der Quantität verwendet werden können, sowie mit welchen Bezugslexemen sie verbunden werden. Die Einteilung der quantifizierenden Bedeutung nach Menge und Anzahl, also nach der Kategorie der Zählbarkeit, über die die beiden untersuchten Sprachen verfügen, ist auch in den Wörterbucheinträgen nicht einheitlich (cf. Tafra 2005: 127). Die Bezugselemente bei Quantitätsausdrücken können zählbare und unzählbare Substantive sein. Werner (2010: 7) beschreibt z. B. das Substantiv Sand als [-teilbar], [-additiv] und Haus als [+zählbar] und bezeichnet die Technik „aus bspw. einem zählbaren Substantiv ein nicht-zählbares zu machen bzw. umgekehrt“ als nominale Quantifikation. Martin / White (2001: 148–150), als Vertreter der Bewertungstheorie...

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