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Dynamische Approximationen

Festschriftliches pünktlichst zu Eva Lavrics 62,5. Geburtstag

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Edited By Marietta Calderón and Carmen Konzett-Firth

Der vorliegende Band ist der Romanistin Eva Lavric als Festschrift gewidmet. Er spiegelt durch die Auswahl der Beiträge Eva Lavrics wissenschaftliches Œuvre und ihre vielfältige internationale Vernetzung wider. Die Beiträge nehmen häufig eine kontrastivlinguistische Perspektive ein, beschäftigen sich aber nicht nur mit dem Deutschen und dem Französischen, sondern gehen weit darüber hinaus. Methodologisch spannt sich der Bogen von theoretischen Modellierungen und klassischen systemlinguistischen Beschreibungen syntaktischer oder semantischer Phänomene über diskursanalytische Ansätze und neue soziolinguistische Methoden wie dem  «linguistic landscaping» bis hin zur Korpuslinguistik und Interaktionsforschung.

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Monika Messner (Salzburg): „Wichtig ist, dass die Botschaft hinüberkommt, wie, ist dabei gleichgültig.“ Mehrsprachigkeit im Vergleich: Orchesterproben vs. Fußballfeld

„Wichtig ist, dass die Botschaft hinüberkommt, wie, ist dabei gleichgültig.“ Mehrsprachigkeit im Vergleich: Orchesterproben vs. Fußballfeld

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Monika Messner (Salzburg)

Für den Titel des vorliegenden Beitrags habe ich ein Zitat aus Lavric & Steiner (2011) gewählt, bei dem es sich um eine von 11 Thesen handelt, die die beiden Forscherinnen zur mehrsprachigen Kommunikation auf dem Fußballfeld aufgestellt haben. Die These „Wichtig ist, dass die Botschaft hinüberkommt, wie, ist dabei gleichgültig“ von Lavric & Steiner (2011: 104) besagt, dass die Mischung von unterschiedlichen Sprachen im Sinne eines Codeswitchings wirkt, wobei auch andere Modalitäten, wie Gestik, Mimik oder auch Zeichnungen (z. B. auf Flipcharts) ergänzend eingesetzt werden können. Ähnlich wie auf dem Fußballfeld verhält es sich in einer Orchesterprobe, denn auch dort treffen Akteure/innen mit den unterschiedlichsten sprachlichen Repertoires aufeinander und es müssen ein oder auch mehrere gemeinsame Codes gefunden werden.1 Dabei kommt – wie wir weiter unten sehen werden – vor allem der Praxis des Codeswitchings2 eine entscheidende Rolle zu. Außerdem können auch in einer Orchesterprobe nonverbale Elemente wie Gesten, Gesichtsausdrücke, Körperbewegungen, Blicke, o. Ä. eingeswitcht werden, um eine Idee oder eine bestimmte musikalische Interpretation besser vermitteln zu können.

Lavric & Steiner (2011: 101) führen außerdem an, dass eine Fußballmannschaft als besonderer mehrsprachiger Arbeitsplatz bezeichnet werden kann, denn es geht nicht primär um Sprache, sondern um die motorischen Fähigkeiten der Spieler/innen. In einer Orchesterprobe stehen das gemeinsame Musikmachen im Vordergrund, sowie das Produkt, das dabei für ein anstehendes Konzert vor einem Publikum herauskommt. In beiden...

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