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Dynamische Approximationen

Festschriftliches pünktlichst zu Eva Lavrics 62,5. Geburtstag

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Edited By Marietta Calderón and Carmen Konzett

Der vorliegende Band ist der Romanistin Eva Lavric als Festschrift gewidmet. Er spiegelt durch die Auswahl der Beiträge Eva Lavrics wissenschaftliches Œuvre und ihre vielfältige internationale Vernetzung wider. Die Beiträge nehmen häufig eine kontrastivlinguistische Perspektive ein, beschäftigen sich aber nicht nur mit dem Deutschen und dem Französischen, sondern gehen weit darüber hinaus. Methodologisch spannt sich der Bogen von theoretischen Modellierungen und klassischen systemlinguistischen Beschreibungen syntaktischer oder semantischer Phänomene über diskursanalytische Ansätze und neue soziolinguistische Methoden wie dem  «linguistic landscaping» bis hin zur Korpuslinguistik und Interaktionsforschung.

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Sandra Herling (Siegen): Maulwurf, Guillaume, Sa Vall – eine kontrastive Studie zu deutschen und romanischen Weinnamen

Maulwurf, Guillaume, Sa Vall – eine kontrastive Studie zu deutschen und romanischen Weinnamen

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Sandra Herling (Siegen)

Die Weinkultur in Europa blickt nicht nur auf eine jahrhundertlange Tradition zurück – deren Anfänge man in den romanischen Ländern bis in die römische Antike zurückverfolgen kann –, sondern stellt gegenwärtig auch für viele europäische Regionen einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar.

Waren bzw. Produkte erhalten mit ihrer Lancierung auf dem nationalen oder internationalen Markt in der Regel auch einen Namen. Dies trifft auch auf den Wein zu. Auf dem Etikett sind eine Reihe (auch gesetzlich geregelte) Angaben für Konsument*innen zu finden wie beispielsweise der Name des Weinguts, die Rebsortenbezeichnung, die Weinlage, das Herkunftsland, der Alkoholgehalt, die Geschmacksrichtung, der Jahrgang etc. Ein großer Teil der Weine weist zusätzlich – und dies ist aus onomastischer Sicht interessant – einen eigenen Namen wie z. B. Maulwurf oder Schmetterlinge im Bauch auf.

Der vorliegende Beitrag bewegt sich folglich im Bereich der Ergonymie bzw. der kulinarischen Ergonymie. Ein Blick auf die aktuelle Forschungslage der Onomastik verdeutlicht, dass Weinnamen bisher nur marginal berücksichtigt wurden. Zu erwähnen ist der Aufsatz von Martin (2012) zur Benennung von Weinen in Québec. Herling (2015) widmet sich der Charakteristik französischer Weinnamen. Einen pragmatisch-kognitiven Ansatz zu Weinnamen in der spanischen Region Rioja verfolgt Pérez Hernández (2013). Schließlich sind die Arbeiten von Neethling (2008, 2009, 2013, 2017) zur Namengebung hinsichtlich südafrikanischer Weine hervorzuheben. Allen erwähnten Studien ist gemeinsam, dass sie lediglich einen sprachlichen Schwerpunkt fokussieren. Im Gegensatz dazu...

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