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Wissenskommunikation im Web

Sprachwissenschaftliche Perspektiven und Analysen

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Edited By Katrin Beckers and Marvin Wassermann

Für die individuelle und gesamtgesellschaftliche Wissenskommunikation, d.h. den kommunikativ vermittelten Transfer sprachlich gefassten Wissens, haben sich durch die allumfassende Digitalisierung die Bedingungsgefüge in vielfacher Hinsicht verändert. Neue technisch-mediale Rahmenbedingungen, diversifizierte und flexibilisierte Textsorten und Interaktionstypen sowie undurchsichtige Akteurs-Konstellationen lassen eine ganze Reihe neuer wissenskommunikativer Erscheinungsformen entstehen, die trotz ihrer großen alltäglichen Bedeutung erst in Ansätzen beschrieben sind. Der Sammelband dokumentiert sprach- und transferwissenschaftliche Perspektiven auf diesen multidisziplinär im Fokus stehenden Gegenstandsbereich.

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Katrin Beckers & Marvin Wassermann: Wissenskommunikation im Web als Gegenstand der Sprachwissenschaft

Wissenskommunikation im Web als

Gegenstand der Sprachwissenschaft

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Katrin Beckers & Marvin Wassermann

Die inzwischen zum Leitbegriff unterschiedlichster gesellschaftlicher Diskurse avancierte Digitalisierung umfasst mittlerweile nahezu alle Bereiche des beruflichen und privaten Alltags. Phänomenal betrachtet ist die sogenannte digitale Revolution in vollem Gange und initiiert als integraler Bestandteil der Lebenswelt komplexe mikro- und makrostrukturelle Veränderungen in Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft. In besonderem Maße betrifft dies auch Verfahren der interpersonalen als auch gesamtgesellschaftlichen (Wissens-)Kommunikation: die netzwerkartige Struktur des Webs mit ihren vielfachen Partizipationsmöglichkeiten eröffnet für die Nutzenden mannigfache Möglichkeiten der Produktion, Distribution, Transformation und somit letztlich insbesondere für den kommunikativen Transfer von Informationen bzw. Wissen. Der dadurch bedingte tiefgreifende Wandel der Wissenskommunikations-Kultur wird in seiner Tragweite in öffentlichen und fachlichen Diskursen kaum mehr bestritten. Gleichzeitig ist bislang nur in Ansätzen geklärt, wie diese Veränderungsprozesse konkret beschaffen sind und welche Chancen und Risiken damit verbunden sind. Während die Vielschichtigkeit des Gegenstandes notwendigerweise eine Vielzahl wissenschaftlicher Disziplinen auf den Plan ruft, kommt insbesondere der Sprachwissenschaft eine zentrale Rolle zu. Denn spätestens mit der Etablierung des sogenannten Web 2.0 / Social Web sind eine Vielzahl innovativer wissensgenerierender und wissenstransferierender Sprachverwendungsweisen und sprachlich-kommunikative Praktiken entstanden, die darüber hinaus ein ganzes Panorama neuartiger/remediatisierter und oftmals hybridisierter Textsorten und Interaktionstypen konstituieren. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass diese Phänomene im Vergleich zu analogen Formaten des Wissenstransfers neuartige, flexibilisierte und gleichzeitig rapide fluktuierende Bedingungsgefüge involvieren, bedürfen ihre formalen und funktionalen Strukturen einer systematischen Beschreibung. Für die...

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