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Literaturgeschichte und Interkulturalität

Festschrift für Maria Sass

Edited By Doris Sava and Stefan Sienerth

Aus Anlass des doppelten Geburtstages – 50 Jahre Germanistik in Hermannstadt und 60. Geburtstag von Maria Sass, der langjährigen Leiterin dieses Lehrstuhls, – greifen die literaturhistorisch, kulturwissenschaftlich und interdisziplinär ausgerichteten Beiträge aus unterschiedlichen Perspektiven die Geschichte und Dokumentation der rumäniendeutschen und deutschen (Gegenwarts-)Literatur auf. Fragen der Rezeptionsgeschichte und der Wechselwirkungen im Bereich der Interkulturalität, der Literaturvermittlung und des deutsch-rumänischen Kulturaustausches bilden thematische Schwerpunkte des Studienbandes und stehen damit im Zeichen der Wahrung von Kontinuität und Konstanz der Hermannstädter Germanistik.

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Maria Irod: Das Bild des Anderen in den Galizischen Geschichten von Leopold von Sacher-Masoch

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Maria Irod

Das Bild des Anderen in den Galizischen Geschichten von Leopold von Sacher-Masoch

Abstract: The paper analyzes the representations of the Other in the Galician novellas of the 19th century Austrian author Leopold von Sacher-Masoch. In doing so it focuses on ethnic and cultural as well as gender otherness and it looks at the way in which the “Slavs” (i.e. the Ukrainians and the Poles), the Jews and the women are depicted in a few exemplary texts. Using theoretical insights from imagology, Post-Colonial and gender studies, the paper argues that Sacher-Masoch combines cultural stereotypes, more or less accurate ethnographic information and philosophical ideas in order to promote his own social criticism and emancipatory views.

Keywords: Leopold von Sacher-Masoch, Galicia, Jews, Ukrainians, Poles, women

1. Einleitung

Leopold von Sacher-Masoch kommt in der Literatur- und Kulturgeschichte eine eigentümliche Rolle zu. Zum einen wird er genauso wie der Marquis de Sade als Beispiel der „Wirksamkeit der Literatur“1 angeführt. Damit ist die Instrumentalisierung seines Namens durch die Psychiatrie gemeint, die ihn dem literarischen bzw. literaturwissenschaftlichen Kontext entreißt und zur Bezeichnung eines psychologisch-erotischen Phänomens umfunktioniert. Zum anderen gilt der österreichische Autor zusammen mit Karl Emil Franzos als Mitbegründer des literarischen Mythos Galizien2.

Trotz dieser doppelten „Gründer-Position“ bleibt Leopold von Sacher-Masoch außerhalb germanistischer Kreise immer noch wenig bekannt. Auch die Sekundärliteratur zu diesem Autor ist bis auf einige Studien relativ spärlich. Und wenn...

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