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Grenzen des Wachstums

Eine Annäherung in 16 Essays

Edited By Andreas Koch and Martina Winkler

Die aktuellen Debatten zeigen, wie schwierig es ist, Grenzen zu ziehen und Grenzwerte festzulegen. Ohne Grenzen jedoch, fehlen uns Orientierung und Positionierung. Viele Grenzen unseres alltäglichen Lebens sind nicht von Natur aus vorgegeben, sie unterliegen vielmehr einem aktiven und partizipativen Aushandlungsprozess. Die Schwierigkeit der Grenzziehung zeigt sich vor allem beim Begriff des Wachstums. Der vorliegende Band nimmt sich der Herausforderung an, Grenzen des Wachstums in den Bereichen Ökonomie, Medien, Kommunikation, Migration und Gesellschaft in essayistischer Weise aufzuzeigen.

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Laura Bürzer: Die Abschaffung der Menschheit

Die Abschaffung der Menschheit

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Laura Bürzer*

Abstract: The radical anti-natalistic approach to mitigate future climate change consequences is critically assessed and compared with existing alternatives of social politics on the one hand and ethical issues on the other.

Keywords: financial compensation, one-child policy, single-child families

Ob Wachstum Grenzen hat, liegt auf der Hand: Unzählige Beweise von Ressourcenknappheit über explodierende Kauf- und Mietpreise bis hin zu extremen Verkehrssituationen in Großstädten dieser Welt zeigen, dass Menschen aufgrund von Wachstum leiden. Der Kern allen Übels – glaubt man dem „Neuen Bericht an den Club of Rome“ (Randers 2016) – sind die Menschen selbst, ihr Drang sich fortzupflanzen und die Philosophie des grenzenlosen Wachstums.

Laut den Aussagen des norwegischen Zukunftsforschers Jorgen Randers und des britischen Ökonomen Graeme Maxton (2016) gibt es zu viele Menschen auf dieser Welt. Die wachsende Zivilisation ist eine der Hauptursachen für die fortschreitende Zerstörung des Planeten. Randers bezeichnete sogar seine eigene Tochter als „gefährlichstes Tier der Welt“, da sie 30-mal mehr Ressourcen als Kinder in Entwicklungsländern verbrauche. Das Duo begrenzt ihre These auch nicht nur auf Entwicklungsstaaten in Asien und Afrika, sondern spricht explizit auch von Industriestaaten in Europa, wie zum Beispiel Deutschland. Die Lösung für all die Probleme der Erde ist es also, einen Weg zu finden, dass Frauen maximal ein Kind bekommen. Aber wie ist das zu erreichen?

Maxton und Randers Vorschlag ist das Modell der Ein-Kind-Politik. Im Gegensatz zum chinesischen Modell, welches aufgrund...

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