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Grenzen des Wachstums

Eine Annäherung in 16 Essays

Edited By Andreas Koch and Martina Winkler

Die aktuellen Debatten zeigen, wie schwierig es ist, Grenzen zu ziehen und Grenzwerte festzulegen. Ohne Grenzen jedoch, fehlen uns Orientierung und Positionierung. Viele Grenzen unseres alltäglichen Lebens sind nicht von Natur aus vorgegeben, sie unterliegen vielmehr einem aktiven und partizipativen Aushandlungsprozess. Die Schwierigkeit der Grenzziehung zeigt sich vor allem beim Begriff des Wachstums. Der vorliegende Band nimmt sich der Herausforderung an, Grenzen des Wachstums in den Bereichen Ökonomie, Medien, Kommunikation, Migration und Gesellschaft in essayistischer Weise aufzuzeigen.

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Johanna Bauchinger: Grenzen des Wachstums in einer singularisierten Gesellschaft

Grenzen des Wachstums in einer

singularisierten Gesellschaft

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Johanna Bauchinger*

Abstract: Social individualization and singularization produce patterns of behavior that jeopardizes societal solidarity and promotes fatalism over solution-seeking.

Keywords: selfish gene, global acting, sensing borders

Wollte man den Drehbuchautoren und den zahlreichen Besuchern der entsprechenden Filme Bedeutung zuschreiben, auf alle Fälle im Sinne der Beschäftigung mit dem drohenden Erreichen der Grenzen des Wachstums, so ergibt sich folgende These: Die Anzahl der dystopischen und postapokalyptischen Filme könnte als Indikator eines im wahrsten Sinne des Wortes eskapistischen Umganges mit den terrestrischen Grenzen des Wachstums bzw. Visionen eines Unterganges in kriegerischen Auseinandersetzungen gedeutet werden. Das heißt: „Es gibt gar keine Fantasie mehr im Sinne einer Lösung“ des Problems, sondern nur mehr einen Umgang mit dem „Danach“.

Und dieses sieht häufig so aus: eine privilegierte Klasse hat sich in geschützte Räume auf oder jenseits der Erde zurückgezogen und der Rest der Menschheit lebt in Elend und im Kampf um die letzten Ressourcen. Ein anderes Szenario: die Erde ist gänzlich unbewohnbar geworden und das Leben der Menschheit geht woanders weiter (eine verharmlosende Version ist z.B. Wall-E). Die Grenze des Wachstums wird hier durch die Entgrenzung in den Weltraum gelöst. Oder wiederum anders, wie in der Matrix-Trilogie, haben die Maschinen die Erde erobert, gänzlich ausgebeutet und der Mensch selbst ist die letzte verbleibende Energiequelle.

Es ist auch wenig verwunderlich: Filme, die vom gelungenen Kampf gegen die global drohenden Umweltkatastrophen handeln, würden...

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